„Alle Wege starten in Boppard“ könnte man ein altes Sprichwort etwas salopp umformulieren, denn die „Perle am Rhein“, wie das Städtchen an der größten Schleife des Rheins auch genannt wird, hat wirklich für jeden etwas zu bieten. In Sachen Freizeitgestaltung sind der Fantasie bei einem Aufenthalt in Boppard keinerlei Grenzen gesetzt: Kultur, Historie, Natur und Sport – alles nur einen Katzensprung voneinander entfernt. Natur- und Sportbegeisterte kommen sowohl im großen Bopparder Stadtwald mit seinem rund 200km langen Wanderwegenetz als auch bei einer Radtour an Vater Rhein auf ihre Kosten. Zudem laden die Steilhänge des Bopparder Hamm zu einem romantischen Spaziergang inmitten der Weinreben ein. Wer weniger gut zu Fuß ist, der nutzt zum Beispiel die Sesselbahn zum atemberaubenden „Vierseenblick“ oder unternimmt eine Spritztour mit der Hunsrückbahn.

28 Burgen und Schlösser warten im Weltkulturerbe der UNESCO, dessen Mittelpunkt Boppard bildet, darauf erkundet zu werden, die Stadtführung durch das historische Boppard – übrigens die größte Stadt zwischen Koblenz und Bingen – erweckt die Kultur der alten Römer erneut zum Leben. Denen verdanken die Besucher auch, dass sie ihre spannenden und abwechslungsreichen Ausflüge stets mit einem Gläschen guten Weines ausklingen lassen können. Ein Tag in Boppard kann aufgrund des großen Freizeitangebotes nämlich ganz schön anstrengend sein.

Oberhalb der Stadt Boppard erstreckt sich mit einer Fläche von rund 43,6 Quadratkilometern der zweitgrößte Stadtwald im Land Rheinland-Pfalz. Wer dort die zahlreichen Wanderwege oder zum Beispiel auch den Blick auf die größte Rheinschleife, den so genannten „Vierseenblick“, genießt, der kann dies mit beruhigtem ökologischen Gewissen tun, denn dem Bopparder Stadtwald wurde eine hohe Auszeichnung verliehen: Die Umweltverbände BUND, Greenpeace, ROBIN WOOD und Naturland überreichtem dem städtischen Forstamt das Naturland Zertifikat für ökologische Waldnutzung. Mit diesem Siegel zeichnen die Naturschützer Betriebe aus, die ihren Wald nach konsequenten ökologischen
Kriterien bewirtschaften und dabei den Schutz des Waldes als Lebensraum nie außer Acht lassen. Ein rund 200km langes Wanderwegenetz lädt Wanderer und Spaziergänger dazu ein, den naturbelassenen Stadtwald in seiner faszinierenden Artenvielfalt in Flora und Fauna zu erkunden und sich persönlich von der ökologischen Einstellung der Stadt Boppard zu überzeugen. Dabei gibt es Routen für
Menschen jeder Kondition, vom kleinen Spaziergang bis hin zur ausgedehnten Wanderung. Ehrgeizige können sich gar die „Bopparder Wandernadel“ überrechen lassen, wenn sie fünf bestimmte Strecken erwandert haben. Gerade beim Wandern lässt sich viel über die Natur im Mittelrheintal und dem angrenzenden Hunsrück lernen, verschiedene Wein- und Naturlehrpfade vermitteln spannendes Hintergrundwissen.

Angst, vom rechten Pfad abzukommen, muss man keine haben: alle Wanderwege
sind umfassend ausgeschildert und mit Hinweistafeln ausgestattet. Natürlich gibt es
auch genügend liebevoll gestaltete Gelegenheiten, bei einer kleinen Rast die frische
Luft zu genießen.