Auf 2244 Metern eröffnet Deutschlands höchstes Naturinformations-Zentrum - ab 30. Juli 08 beginnt Zeitreise durchs Karwendelgebirge

Am 30. Juli wird Deutschlands höchstes Naturinformationszentrum in der Alpenwelt Karwendel (Zugspitzregion) auf 2244 m eröffnet. Ein Ausflug in die spannende Natur des Karwendelgebirges und der spektakuläre Blick in den Abgrund stehen bevor.

In der Form eines Fernrohrs gebaut wird es rund sieben Meter über die Felskante ins Tal hinausragen. Fast das gesamte Baumaterial für die zwei Millionen Euro teure Röhre wurde und wird von der Karwendelbahn angeliefert, eine logistische Meisterleistung. Nur für wenige Bauteile wurden Helikopter-Flüge gebucht.

In nur einem knappen Jahr entsteht so ein Bau in Lärchenholz gekleidet, der rund 200m² Fläche für eine Ausstellung und einen Medienraum für 40 Besucher bietet. Mit allen Sinnen erleben Besucher die heimische Bergwelt: von der Geologie über Flora und Fauna bis hin zur touristischen Nutzung der Alpen.

Rund 100.000 Personen befördert die Karwendelbahn pro Jahr. Sie ist eine bedeutende Stütze für den Tourismus Mittenwalds, der „Alpenwelt Karwendel“ und der „Zugspitzregion“. Wegen der Lage im Naturschutzgebiet und FFH/SPA-Gebiet muss sie strenge Vorschriften zum Schutz der Natur beachten. Touristische Angebote, die ein eindrucksvolles Erlebnis bieten und gleichzeitig die sensible Natur schützen helfen, sind hier gefragt. Gerade im Karwendel, einem Naherholungsraum vor den Toren Münchens, ist diese Balance sehr wichtig.

Das Herzstück des Zentrums ist die Ausstellung „Bergwelt Karwendel“, finanziert von der Allianz Umweltstiftung und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Die Agentur Imago 87 aus Freising hat sie entwickelt. Zum einmaligen Miteinander von Bergbahn/Tourismus und Naturschutz beigetragen haben vor allem die streng geschützten Alpenschneehühner. Sie wohnen in der Karwendelmulde – hinter dem „Fernrohr“.

Geführte Wanderungen in das größte Schutzgebiet der Ostalpen ergänzen das Angebot. Denn direkt beim neuen Naturinformationszentrum schließen gepflegte Rundwanderwege an, die überwältigende Ausblicke auf den Alpenhauptkamm bieten.