Ausstellung “Orte der Sehnsucht.Mit Künstlern auf Reisen” im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster

Das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster steuert auf den Höhepunkt seines Jubiläumsjahres zu: Am 27. September wird die Ausstellung “Orte der Sehnsucht. Mit Künstlern auf Reisen” (bis zum 11. Januar 2009) eröffnet. Begleitet wird die Ausstellung von einem breit gefächerten Kulturprogramm, das schon in der ersten Jahreshälfte Tausende von Besuchern in das Museum gezogen hat. Das Kulturprogramm “Zum Hundertsten!” geht jetzt in die zweite Runde.

Angelehnt an die Jubiläumsausstellung tritt im Herbst und Winter das Motiv der Reise neu auf den Plan. Es wird durch unterschiedliche Kunstgattungen und Medien aufgenommen und mit vielen Kulturpartnern aus der Region umgesetzt. Die vielfältigen Zugänge durch Literatur, Musik, Tanz und Film sollen ein möglichst breites Publikum anziehen und damit den Blick auf die Ausstellung ergänzen.

Den Auftakt dieses Veranstaltungsreigens bildet die Konzertreihe “Orte - Sehnsucht - Klänge” von Lehrenden und Gästen der Musikhochschule Münster im LWL-Landesmuseum. Mit den Besuchern werden die Sehnsuchtsorte der Ausstellung musikalisch bereist und die Klangwelten aus Asien, Südamerika, dem Orient oder der Südsee in ihrer fremdartigen Faszination präsentiert.

Gestartet wird am Freitag (5. September) um 20 Uhr mit dem klassischen Sehnsuchtsort Italien: Das “ensemble tom ring” unter der Leitung des Flötisten Thomas Kügler begleitet Künstler wie Albrecht Dürer, Peter Paul Rubens, Claude Lorrain oder Johann Conrad Schlaun auf ihren Stationen im “Land, wo die Zitronen blühn”. Mit Komponisten wie Lasso, Palestrina, Marini, Ortiz, Rossi, Zanetti u.a. spannen die Musiker dabei einen Bogen von der Musik des 15. und 16. Jahrhunderts über die virtuose improvisatorische Verzierungskunst italienischer Meister bis hin zu den ersten Solosonaten des 17. Jahrhunderts, die das Barockzeitalter einläuten.

Aber auch Veranstaltungsreihen aus der ersten Jahreshälfte werden fortgesetzt: So startet der zweite Teil der interdisziplinären Vortragsreihe “Reden über Kunst” am Mittwoch (10. September) um 20 Uhr mit einem Vortrag des Schriftstellers Burkhard Spinnen, bei dem er sich unter dem Titel “Sensibel bin ich selbst - Entwurf für eine Stadt ohne Kunst” auf eine essayistische Reise begibt und darüber spekuliert, wie es um das Gemeinwesen stünde, wenn die Menschen in Städten bar aller Kunst und Museen, ohne gestaltete Architektur oder gar Kunst im öffentlichen Raum lebten.