Kieler Woche 2009 beginnt olympisch - Zehn Tage segeln: Auftakt bereits am Freitag

Nach einer überaus erfolgreichen Kieler Woche 2008 mit einer überzeugenden Zahlenreihe - 3,2 Millionen Besucher, 10.000 Masten auf der Förde, 4500 Regatta-Teilnehmer, 1850 Boote aus 50 Nationen und 500 Starts - blickt Richter nach vorn. „Wir können uns nicht auf dem Erfolg ausruhen. Unser oberstes Ziel ist es, den Segelsport voranzubringen, und das natürlich über und mit der Kieler Woche. Da wir im nächsten Jahr den ISAF World Sailing Cup in die Kieler Woche integrieren, möchten wir den Seglern optimale Voraussetzung bieten“, so der 57jährige Timmendorfer. „Deswegen werden wir die Kieler Woche 2009 mit den olympischen Klassen beginnen und sogar einen Tag früher starten“, erklärt Richter. Die Kieler Woche 2009 (20. bis 28. Juni) beginnt für die olympischen Klassen bereits am Freitag, den 19. Juni, mit einem Vorbereitungsrennen. So können die olympischen Segler/innen frühzeitig anreisen und auf dem Kieler Revier trainieren. Der erste Start am Samstag erfolgt dann bereits um 11 Uhr morgens. Damit stehen den olympischen Klassen von Samstag (20. Juni) bis Mittwoch (24. Juni) fünf komplette Regattatage zur Verfügung. Die internationalen Klassen gehen dann von Donnerstag (25. Juni) bis Sonntag (28. Juni) in Kiel an den Start.

Nötig wurde die Umstellung durch den Wunsch der olympischen Klassen, früher anreisen und trainieren zu können. „Wir mussten bisher die Aktiven der olympischen Klassen aus Schilksee bis Dienstag Nachmittag ausschließen, da der Olympiahafen mit den über 900 Jollen und Kielbooten der internationalen Klassen gerammelt voll war“, so Richter. Lange Schlangen vor dem Nordtor bis auf die Fördestrasse und schlecht gelaunte Aktive, die unbedingt trainieren wollen, bevor es um die begehrten Kieler Woche Medaillen und –Titel ging, waren die Folge. „In den olympischen Klassen wird eben noch intensiver gekämpft, und die Vorbereitung nimmt einen wichtigen Stellenwert ein. Dem werden wir jetzt mehr gerecht und stellen die Kieler Woche um“, so Richter. Bereits ab Mittwoch wird mit Seglern/innen gerechnet, die trainieren wollen. Es geht 2009 neben den Kieler Woche-Titeln erstmals auch um Punkte beim ISAF Sailing World Cup.

Die Welttour startet noch in diesem Jahr in Australien. Der ISAF-Events-Komitee-Vorsitzende, Björn Unger (SWE), und Alastair Fox, Event-Manager, waren in diesem Jahr zur Präsentation nach Kiel angereist und hatten den Zeitplan und die Stationen vorgestellt. Der ISAF Sailing World Cup ist eine kombinierte Wertung der Sail Melbourne (Australien/Dezember 2008), der Rolex Miami Regatta (USA/Januar 2009), der Princess Sofia Trophy MAPFRE (Palma/Spanien/April 2009), der Semaine Olympique Hyères (Frankreich/April 2009), der Delta Lloyd Regatta (Medemblik/Niederlande/Mai 2009), der Kieler Woche (Juni 2009) und der „Skandia Sail for Gold (Weymouth/Großbritannien/September 2009).

„Der ISAF Sailing World Cup wird den Segelsport weiter in das öffentliche Interesse rücken und die Spannung, Begeisterung und Ausstrahlung des Segelsports unterstreichen“, so ISAF-Präsident Göran Petersson.
„Es ist eine Anerkennung vom Weltseglerverband an die sechs Veranstalter für deren bisherige Leistung für den Segelsport national und international. Und es werden in Zukunft Terminkollisionen wie 2007 mit den Worlds in Cascais und der Kieler Woche verhindert. Die Etablierung als Weltcup-Station ist ein Grund mehr für die Stars, nach Kiel zu kommen. Das kann für die Qualität der Felder und damit für die Attraktivität der Veranstaltung nur gut sein“, so Jobst Richter.

„Wir haben in allen Jahren gezeigt, dass Kiel auch Vorreiter für den Segelsport ist. Wir sind für alle Ideen, die den Segelsport voranbringen, offen“, blickt Richter in Richtung des neuen ISAF Sailing World Cups aber auch auf die gesamte Bandbreite des Segelsports, die in Kiel geboten wird.

Kieler Woche 2009 (20. bis 28. Juni), Practicerace (19. Juni):
Teil I, Olympischer Teil: 19. bis 24. Juni
Teil II, Internationale Klassen: 25. bis 28. Juni
Teil III, Match Race Frauen: 20. bis 24. Juni
Teil IV, Offshore: 20. bis 28. Juni