So 21 Sep 2008
Colomansfest - Lebendiges Brauchtum und farbenfrohe Festlichkeit im Allgäu
Mehr als 200 festlich geschmückte Pferde mit Reiter in heimischer Tracht werden am Sonntag, den 12. Oktober 2008 in Schwangau im Allgäu zu einer der bedeutendsten brauchtümlichen Veranstaltungen in ganz Bayern erwartet: dem Colomansfest.
Traditionell wird es jedes Jahr am zweiten Sonntag im Oktober an der Wallfahrtskirche St. Coloman gefeiert. Die Ursprünge des Colomansfestes mit dem beliebten Pferdeumritt reichen sogar bis ins 16. Jahrhundert zurück. Der Patron der Kirche, der heilige Coloman, soll um das Jahr 1010 auf dem Weg nach Palästina in den Auen von Schwangau gerastet und das Vieh der dort ansässigen Bauern gehütet und geheilt haben.
Bereits früh am Morgen beginnen die Feierlichkeiten mit dem Schmücken der Pferde. Für manch einen ein eindrucksvolles Bild, wenn sich hierfür zahlreiche Pferde – überwiegend Kaltblüter - und deren Reiter vor dem Schlösserpanorama am Kurhaus versammeln. Um 9.30 Uhr zieht der Festzug vom Rathaus, angeführt von der Schwangauer Musikkapelle, aufs freie Feld zur Wallfahrtskirche St. Coloman. Besonders gut meint es Petrus mit den Festteilnehmern dann, wenn er für Sonne und milde Temperaturen sorgt. Daraufhin feiern zahlreiche Besucher gemeinsam mit den Reitern die Heilige Messe unter Freien Himmel, mit stetem Blick auf Schloss Neuschwanstein. Mit der Colomansreliquie erfolgt am Ende der Messe die feierliche Pferdebenediktion mit anschließendem Ritt um die Kirche, den die Geistlichkeit und die Ehrengäste in geschmückten Kutschen begleiten. Nach alter Tradition und basierend auf dem von Kaiser Karl V im Jahre 1552 verliehenen Marktrecht, stehen an der Kirche Verkaufsstände mit Getränken und Brotzeit. Sie laden zum anschließendem gemütlichen Verweilen vor der einzigartiger Bergkulisse ein.