Kinder brauchen Märchen. Erwachsene erst recht. - 10. Internationales Puppentheaterfestival im Elbe-Elster-Land

Puppenspieler aus drei Ländern ziehen beim 10. Internationalen Puppen-theaterfestival, vom 19. bis 28. September 2008, durch das Elbe-Elster-Land. In diesem Jahr findet das Festival erstmalig an zehn Tagen und über zwei Wochenenden statt. Eröffnet wird es am Freitag, 19. September, im Schloss Finsterwalde mit dem Stück „Romeo und Julia“ von den Puppenspielerinnen Kaufmann & Co aus Berlin.
Die mehr als 54 Aufführungen finden an verschiedenen Orten der Region statt. Die Teilnehmer gastieren in Museen, Schulen, Kirchen, Galerien und vielen anderen Veranstaltungsorten und werden kleine und große Zuschauer zum Lachen bringen aber auch manche Vorstellung bieten, über die es nachzudenken gilt.

Zum Festivalprogramm gehören unter anderem ein Varieteabend mit „Loccis-Clown-Band“ (20. September) in Bad Liebenwerda und eine „Faust“- Inszenierung vom Puppentheater Ginganz aus Meensen (26. September) im Kreismuseum Finsterwalde.
Ein besonderer Programmhöhepunkt ist die „Lange Nacht des Puppenspiels“ am 27. September, die auf dem Marktplatz Bad Liebenwerda stattfindet. Neben der Aufführung „Heiratet, liebt euch und hungert gemeinsam“ vom „Theater Geist“ werden mehrere andere Bühnen weitere Inszenierungen zum Besten geben.

Das Elbe-Elster-Land im Südwesten Brandenburgs ist prädestiniert für ein solches Treffen der Puppenspieler. Es gilt als Wiege des mitteldeutschen Wandermarionetten-Theaters. Hier wurden vor 250 Jahren viele Puppenspielerfamilien sesshaft. Die Marionettenspieler waren damals die Kulturbringer im ländlichen Alltag. Mit dem Puppentheaterfestival wird an Traditionen geknüpft und gleichzeitig werden neue Impulse gesetzt.