Romantische, neue und bewegende Klänge zwischen Semperoper und Frauenkirche

Große Dresdner Musikerlebnisse im Herbst / Bach, Brahms, Britten, Bruckner und mehr

Internationale Dirigenten stehen in diesem Herbst am Pult der Staatskapelle Dresden in der Semperoper. Der junge Kanadier Yannick Nézet-Séguin dirigiert vom 21. bis 23. September Bruckners 3. Sinfonie und das Violinkonzert von Brahms. Der berühmteste koreanische Dirigent Myung-Whun Chung führt mit dem Orchester vom 19. bis 21. Oktober die „Turangalîla-Sinfonie” von Olivier Messiaen auf. An den Konzertreihen im November leiten Sebastian Weigle (1.-3.), Fabio Luisi (9.-11.) und Christoph Eschenbach (20.-22.) das Orchester, das in dieser Saison seinen 460. Geburtstag feiert.

Die Dresdner Philharmonie beginnt ihre Saison am 13. September in der Frauenkirche mit der Messe B-Dur von Joseph Haydn (1732 - 1809) und der »Schöpfungsmesse« nach Haydns »Schöpfung« von Luigi Gatti (1740 - 1817), sowie 19. und 20. September im Kulturpalast mit Gustav Mahlers groß angelegte 3. Sinfonie. Es musizieren weiterhin die Altistin Sara Mingardo, die Damen des Philharmonischen Chores und Jugendchores Dresden sowie Philharmonischer Kinderchor Dresden unter der Leitung von Rafael Frühbeck de Burgos.

Sergej Prokofjews Live-Musik zum Film von Lev Arnshtam „Romeo und Julia” steht am 26. und 27. September auf dem Programm. Zeitgenössisches steht Anfang Oktober auf dem Programm, z.T. in Kooperation mit den Dresdner Tagen der zeitgenössischen Musik. Am 25. und 26. Oktober wird in Frauenkirche und Kulturpalast das „War Requiem” von Benjamin Britten aufgeführt. Raritäten verspricht auch der November. So erklingt im Rahmen des 1. Zyklus-Konzertes am 1. und 2. November Alexander Skrjabins „Poème du Feu” in einer dem Original angelehnten Fassung mit Farbklavier. Das Wochenende drauf wird Bruckners 2. Sinfonie mit dem Violinkonzert von Karol Szymanowsky kombiniert. Höhepunkt ist am Sonntag, 23. November ein Konzert mit dem Dresdner Kreuzchor in der Kreuzkirche. Es erklingt „Ein Deutsches Requiem” von Johannes Brahms

Ein besonderes Projekt wird am 10. und 11. Oktober 2008 in der Dresdner Lukaskirche das Kammerensemble des Universitätschores der TU Dresden unter der Leitung Maja Sequeiras verwirklichen: die Uraufführung der Komposition „If There Be Nothing New” des Dresdner Komponisten Friedbert Wissmann. Diese circa anderthalb Stunden umfassende Vertonung von Shakespeare-Sonetten wird vom Chor, einem fünfstimmigen Holzbläsersatz und den Jazzmusikern Günther Baby Sommer und Andreas Scotty Böttcher zum Leben erweckt. Eine Lichtkomposition sowie die Inszenierung des Raums durch Bühne und Kostüme runden das Werk Wissmanns ab.

Höhepunkte des umfangreichen Konzertkalenders der Dresdner Frauenkirche sind im Herbst die Aufführung des Oratoriums „Elias” von Felix Mendelssohn am 20. September, die Frauenkirchenfesttage am letzten Septemberwochenende, die Aufführung sämtlicher Bach-Motetten durch den RIAS-Kammerchor unter H.C.Rademann am 4. Oktober und Bachs h-moll-Messe mit dem Amsterdam baroque Orchestra and Choir unter Tom Koopmann am 11. Oktober. Am 30. Oktober singt der Kammerchor der Dresdner Frauenkirche unter Frauenkirchenkantor Matthias Grünert die komplette „Geistliche Chormusik 1648″ von Heinrich Schütz - erstmalig in der wiederaufgebauten Frauenkirche direkt gegenüber dem einstigen Wohnhaus des Komponisten, das nach detailgetreuem Wiederaufbau Ende des Jahres als Teil einer Seniorenresidenz feierlich eröffnet werden wird. Höhepunkte im November sind von Wolfgang Amadeus Mozart das Requiem am 8. und die Große Messe C-moll am 22.