“beeindruckt von Rembrandt” Sonderausstellung in der Galerie Stihl Waiblingen

Die Galerie Stihl Waiblingen präsentiert vom 30. September 2008 bis 11. Januar 2009 die Sonderaustellung “beeindruckt von Rembrandt” mit über 40 der bekanntesten und berühmtesten Radierungen Rembrandts sowie 40 Radierungen englischer Künstler. Darüber hinaus werden Radierungen weiterer europäischer Künstler bis in die Gegenwart zu sehen sein. In der Ausstellung werden unter anderem das berühmte Hundertguldenblatt, Die Landschaft mit den drei Bäumen und sein Selbstbild aus dem Jahr 1639 zu sehen sein.

Rembrandt Harmenszoon van Rijn (1606-1669) galt schon zu seinen Lebzeiten als ein Malergenie aber auch als Meister der Grafik. Durch ihn erlebte die Technik der Radierung eine fulminante Blüte. Er führte eine neue künstlerische Freiheit in diese grafische Kunst ein, indem er einen individuellen Zeichenstil mit einem experimentellen Umgang kombiniert. Bis heute eifern Künstler ihm nach und verwenden diese Druck- und Vervielfältigungsverfahren als eigenständige künstlerische Ausdrucksweise.

Die Wiederbelebung der Radierkunst im 19. Jahrhundert ging vor allem von England aus. Die wichtigsten Protagonisten des britischen Etching Revival waren der Chirurg Sir Francis Seymour Haden (1818 -1910), der auch eine umfangreiche Sammlung rembrandtscher Radierungen besaß, und der Künstler James Abbott McNeill Whistler (1834 -1903). Neben Werken dieser beiden Künstler werden weitere Beispiele englischer Radierkunst in die Ausstellung einbezogen. Thematisch abgerundet wird die Ausstellung durch Radierungen europäischer Künstler, die belegen, dass die Radierung bis in die Gegenwart als künstlerisches Ausdrucksmittel genutzt wird, so beispielsweise vom österreichischen Zeichner Alfred Hrdlicka.

Im Mai 2008 eröffnete die Stadt Waiblingen, etwa 15 km nordöstlich von Stuttgart, die Galerie Stihl Waiblingen. Das von dem Stuttgarter Architekten Hartwig N. Schneider konzipierte Ensemble aus Kunstschule und Kunstgalerie ist ein architektonisches Glanzlicht für die Stadt Waiblingen. Die Bauten stehen durch ihre schlichte Eleganz und ihre Nähe zur Industrie hervor. Man läuft über grauen Magnesitestrich und blickt auf Wände und Decken aus Sichtbeton.