Wechsel der Werke in den Kabinetten der Ausstellung “Villa Hügel zeigt Folkwang”

Ab 13.10.2008 sind in der Ausstellung “Villa Hügel zeigt Folkwang” neue Werke der Grafischen und Fotografischen Sammlung des Museum Folkwang sowie aus dem Deutschen Plakat Museum zu sehen. Nach den 1950er und 1960er Jahren stehen nun die 1920er und 1930er Jahre im Fokus der Sammlungspräsentationen. Die Papierarbeiten müssen aus konservatorischen Gründen alle 3-4 Monate ausgetauscht werden. Weiterhin zu sehen sind bis August 2009 die Meisterwerke der Sammlung Malerei und Skulptur, mit Werken von Monet, Renoir, van Gogh u.v.m. Insgesamt haben die Ausstellung seit Juni über 95.000 Besucher gesehen.

Die Fotografische Sammlung zeigt in den Kabinetten der Villa Hügel ausschließlich Fotogramme des Bauhaus-Lehrers László Moholy-Nagy, die nach 1925 entstanden und eine Radikalisierung eines alten Verfahren deutlich machen. Das Fotogramm entsteht ohne Kamera durch direkte Lichteinwirkung auf sensibilisierten Papier, eine Technik, die im 19. Jahrhundert zeitgleich mit der Kamerafotografie aufkam. Moholy-Nagy sah in den Fotogrammen Manifestationen einer idealen Synthese von Kunst und Technik und einen Beleg für das optische Gestaltungsmittel Licht, für ihn die Grundlage aller materiellen Erscheinungsformen.

Das Deutsche Plakat Museum präsentiert in einer eigenen Abteilung politische und kulturelle Plakate des Expressionismus (Josef Fenneker, 1895-1956), die sachlichen Plakate der Neuen Typographie (Jan Tschichold, 1902-1974), sowie dekorative Plakate im Umfeld von Jugendstil und Art Deco (Ludwig Hohlwein, 1874-1949). Alle drei Stilrichtungen der Plakatgestaltung in den 1920er und 1930er Jahren waren über unterschiedlich lange Zeiträume hinweg parallel verbreitet, beeinflussten und überlagerten sich.

Im Grafischen Kabinett werden Werke des Konstruktivismus gezeigt, darunter Exponate von El Lissitzky (1890-1941), Lothar Schreyer (1886-1966), László Moholy-Nagy (1895-1946), Max Burchartz (1878-1961), Ella Bergmann-Michel (1895-1971) und Walter Dexel (1890-1973).

Mit Beginn des Kulturhauptstadtjahres 2010 ist die Sammlung Folkwang wieder im eigenen Haus zu sehen. Den Museumsneubau in der Essener City, entworfen von David Chipperfield Architects, London/Berlin, ermöglicht als alleinige Förderin die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.

* Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr;
* Buchung von Führungen: 02 01-88 45 444
* Eintritt: € 3,- (Villa Hügel inkl. Park, Hist. Ausstellung Krupp, Ausstellung Museum Folkwang)

Weitere Informationen: www. villahuegel.de, www.museum-folkwang.de

Museum Folkwang
Kahrstr. 16
45128 Essen
Tel.: 0201 / 88 45 160
Fax: 0201 / 88 45 001