Ausstellung der SPSG und des Potsdamer Kunstvereins zeigt Werke von Cornelia Böhme, Claudia Hauptmann und Bernd Krenkel

10. Mai-20. Juli 2008 Potsdam, Park-Sanssouci, Römische Bäder Dienstag bis Sonntag, 10.00-18.00 Uhr Die Skulpturenhalle am Neuen Palais im Park Sanssouci beherbergt als Depot Bildwerke von der Antike bis ins 20. Jahrhundert. Die dichte Aufstellung der Skulpturen an diesem Ort, die Vielfalt ihres Materials und die “Farbigkeit” der Gesteine hat immer wieder Künstler zur eigenen Auseinandersetzung inspiriert. Drei von ihnen präsentieren die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) und der Potsdamer Kunstverein e.V. ab Samstag, 10. Mai 2008, in einer gemeinsamen Ausstellung: “Kunstdepot - Depotkunst” versammelt Aquarelle von Cornelia Böhm (Halle/Salle), zeichnerische Formenstudien von Bernd Krenkel und atmosphärische Fotografien von Claudia Hauptmann (beide Potsdam).

Schon in historischen Zeiten wurden Kunstwerke oft zunächst deponiert, bevor sie in den Schlössern und Gärten Verwendung fanden. Heutzutage kommen Werke insbesondere aus den Beständen der Skulpturen und Plastiken - vor allem aus dem Park Sanssouci - hinzu, die vor der Witterung geschützt werden müssen. Das Spektrum der Depotbestände der SPSG reicht von antiken Büsten und Statuen über französische Meisterwerke von Francois und Lambert-Sigisbert Adam oder Friedrich Christian Glume bis zu Bildnissen Christian Daniel Rauchs. Zinkguss- und Galvanoplastiken sowie zahlreiche Statuetten aus Eisen, Bronze oder Terrakotta verdeutlichen die große Materialvielfalt des 19. Jahrhunderts.

Insgesamt sind die Bildwerke der SPSG heute auf zehn Depots verteilt. Das Hauptdepot ist die Skulpturenhalle, die um 1975 auf dem Schirrhofgelände am südlichen Rand des Parkes Sanssouci errichtet wurde. Als erste Entlastung wurde 2005 ein neues Depot in der Kleinen Orangerie am Neuen Palais eingerichtet, das die Skulpturen des Neuen Palais und der Commun-Gebäude aufnahm. In der Zukunft soll ein Lapidarium die wertvollen und äußerst vielseitigen Bestände der Skulpturensammlung öffentlich zugänglich machen.

In den Jahren 2004 bis 2006 - also gewissermaßen am Vorabend dieser neuen Entwicklung - fanden sich drei Künstler im Skulpturendepot ein, um dort zu arbeiten. Entstanden sind künstlerische Reflektionen eines Zustandes, der heute bereits Geschichte ist.

Die Künstler:

Cornelia Böhme studierte 1971-1974 an der Hochschule der Bildenden Künste in Dresden. Sie ist als Vorstand des Malsaals an der Oper Halle (Saale) beschäftigt und arbeitet darüber hinaus freischaffend. Die Stimmungen des Skulpturendepots übersetzt Claudia Böhme in eine kräftige Farbigkeit und verleiht den Figuren dadurch szenische Kraft.

Claudia Hauptmann wurde 1990-1995 an der Burg Giebichenstein in Halle und bis 1997 bei Gudrun Brüne ausgebildet. Die Fotografien der Potsdamer Malerin haben nur scheinbar einen dokumentarischen Charakter. Die stille Farbigkeit der verschiedenen Stein-, Gips- und Metalltöne, die Stimmung im Raum fängt Claudia Hauptmann mit der Kamera als Skizzen für eine mögliche Verwendung im Bild ein.

Bernd Krenkel ist mit der Stadt Potsdam eng verbunden. Nach seinem Studium (1975-1978) und einem Lehrauftrag (1980-1993) an der Fachschule für Werbung und Gestaltung in Potsdam arbeitet er freischaffend und an der Kunstschule Potsdam. In seinen zeichnerischen Formenstudien konzentriert Bernd Krenkel sich auf die Umrisse und Binnenformen der Skulpturen und spürt in oft wenigen Linien ihrem Eigenleben nach.

Konzept und Durchführung der Ausstellung “Kunstdepot - Depotkunst” erfolgen in Kooperation der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg mit dem Potsdamer Kunstverein e.V.

Kunstdepot - Depotkunst
Cornelia Böhme - Claudia Hauptmann - Bernd Krenkel

10. Mai - 20. Juli 2008
Potsdam, Park-Sanssouci, Römische Bäder
Dienstag bis Sonntag, 10.00-18.00 Uhr
Kassenschließzeit 17.30 Uhr
Eintrittspreis: 3 Euro, ermäßigt 2, 50 Euro