Sansibar Sylt - Gault Millau kürt Herbert Seckler zum „Restaurateur des Jahres“

Dass er einmal ausgerechnet von einer Feinschmecker-Bibel zum „Restaurateur des Jahres“ gekürt werden könnte, hätte sich Sansibar-Wirt Herbert Seckler ganz sicher auch nicht träumen lassen, als er vor 30 Jahren beschloss, aus einem alten Strandkiosk in den Rantumer Dünen eine Art maritime Schihütte zu machen.

„Bloß kein Gourmet-Tempel“ war seine Maxime. Und sie ist es auch bis heute, auch wenn der Fisch in der Sansibar frischer und besser schmeckt als in vielen Sterne-Restaurants der Republik und der Weinkeller so manchen Sommelier vor Neid erblassen lässt. Einen Platz, an dem sich alle wohlfühlen, den wollte Herbert Seckler schaffen. Das ist ihm zweifelsohne gelungen. Egal, ob Flip Flop oder High Heel: In seinem Lokal sind alle gleich und alle werden mit gleich bleibender Freundlichkeit und Aufmerksamkeit behandelt. Daran hat sich auch nichts geändert, als sich die Sansibar im Laufe der Jahre zum beliebten Szene-Hotspot und ganz nebenbei zum Weinimperium und Lifestyle-Label entwickelte.

Sich selbst und andere nicht so wichtig zu nehmen, so lautet Secklers Credo, er war immer authentisch, lange schon, bevor die Werbefachleute diesen Begriff als wesentlichen Erfolgsfaktor einer Marke im Duden entdeckten. Und wer Herbert Seckler kennt, der ahnt, dass der gebürtige Schwabe auch um die Auszeichnung „Restaurateur des Jahres“ des renommierten Gault Millau nicht viel Aufhebens machen wird.