Comics made in Germany - Wenn die Sprechblasen deutsch sprechen

In einer Ausstellung widmet sich das Deutsche Zeitungsmuseum ausführlich dem Thema Comic made in Germany vom 28. Februar bis zum 10. Mai 2009.

Dabei nimmt sie einen Rückblick auf Stoffe und Stile, Helden und Serien, Erfolge und Kuriositäten des deutschen Comics. Im Mittelpunkt stehen Bücher und Taschenbücher, Alben und Hefte unterschiedlicher Formate aus den Sammlungen der Deutschen Nationalbibliothek und des Instituts für Jugendbuchforschung der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Die Präsentation verfolgt die Entwicklung der Comics in Deutschland über verschiedene Phasen, Phänomene und Strömungen hinweg bis in die Gegenwart. Vorgestellt werden die prägenden Autoren und Reihen des Comic. Comics von Frankfurter Autoren und Zeichnern und ihrem Beitrag zur Entwicklung der Gattung Comic, angefangen von Cefischers legendärem Oskar, der Familienvater (seit 1950), bis hin zu den Satirikern der „Neuen Frankfurter Schule“, angeführt von Robert Gernhardt, Hans Traxler und F.K. Waechter, ist eine eigene Abteilung der Schau gewidmet. Die Comics der APO-Generation von 1968 wie Alfred von Meysenbugs Super-Mädchen sind ebenso zu sehen wie Comics aus der Zeit der Jugend- und Alternativkultur, vertreten etwa durch das Werk Gerhard Seyfrieds oder Brösels Motorradfreak Werner.

Ohne eine strenge Chronologie einzuhalten, folgt die Ausstellung einzelnen Etappen der Entwicklung des Comic, lässt Seitenblicke zu und fokussiert inhaltliche, buch- und mediengeschichtliche, stilistische und andere brisante Schwerpunkte. In aktuellen Pressestrips wie Volker Reiches Strizz, wie auch in Karikatur, Parodie und biografischer Erzählung versammeln sich Bilder und Selbstbilder von Zeitgenossen, während die Graphic Novel sich nun geradezu selbstverständlich an literarische Vorlagen heranwagt: Tabu sind weder die Klassiker Schiller und Goethe noch Werke moderner Autoren wie Uwe Timms Erfindung der Currywurst. Entsprechend den gegenwärtigen literarischen Trends stehen
Fantasy, Mystery und Science Fiction hoch im Kurs, wobei die Comic-Autoren die besonderen Möglichkeiten der visuellen Ausgestaltung fantastischer Szenarien auf opulente Weise nutzen.

Ausgerichtet wurde die Ausstellung von der Deutschen Nationalbibliothek gemeinsam mit dem Institut für Jugendbuchforschung der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 10:00 Uhr – 16:00 Uhr

Preise:
5,00 Euro / ermäßigt: 3,50 Euro

Weitere Informationen zu dieser Ausstellung können beim Deutschen Zeitungsmuseum, Am Abteihof 1, 66787 Wadgassen, Tel. +49 (0)6854 / 9423-0. Internet: www.deutsches-zeitungsmuseum.de angefordert werden.