Zeitungsmuseum Wadgassen - Der Offene Brief - Kämpferische Post von Luther bis Grass

Vom 21. März bis zum 3. Mai präsentiert die Ausstellung “Der Offene Brief” im Zeitungsmuseum Wadgassen Sternstunden der Gattung ebenso wie Kurioses und spannt mit ihren gut 70 Beispielen einen Bogen von der Reformation bis zur Gegenwart. Der Schwerpunkt liegt auf deutschen Offenen Briefen des 20. Jahrhunderts, ohne auf den berühmtesten Text, „J’accuse …!“ von Emile Zola, zu verzichten.

Solche Post bekommt man meistens ungern: einen Offenen Brief. Den schreibt einer und veröffentlicht ihn gleich in den Medien. Alle können mitlesen, alle wissen, was da in häufig geschliffenen Worten angeprangert, gefordert oder aufgedeckt wird. Ob Martin Luther sich an den Papst richtet, Gotthold Ephraim Lessing an den Hauptpastor Melchior Goeze, Heinrich Mann an Reichskanzler Gustav Stresemann, Anna Seghers an Christa Wolf, Marcel Reich-Ranicki an Günter Grass oder Frank Schirrmacher an Martin Walser, immer ist mit dem Offenen Brief ein Bekenntnis des Autors verbunden, immer wird die Neugier der Öffentlichkeit bedient, immer schielt der Verfasser ein wenig auf die Nachwelt, vor der er als verantwortungsvoller Intellektueller stehen will.

Zur Ausstellung ist eine Publikation im Wallstein-Verlag erschienen, die im Museum für 19,90 Euro erhältlich ist.

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag 10:00 Uhr – 16:00 Uhr

Preise:
5,00 Euro / ermäßigt: 3,50 Euro

Weitere Informationen zu dieser Ausstellung können beim Deutschen Zeitungsmuseum, Am Abteihof 1, 66787 Wadgassen, Tel. +49 (0)6854 / 9423-0 Internet: www.deutsches-zeitungsmuseum.de angefordert werden.