Cranach-Ausstellung im Schloss Charlottenburg und in der St. Marienkirche Berlin-Mitte

Cranach und die Kunst der Renaissance unter den Hohenzollern
31.10.2009–24.01.2010
Schloss Charlottenburg, Neuer Flügel

Unter den Kurfürsten Joachim I. und Joachim II. hielt die Renaissance Einzug in die Mark Brandenburg. Berlin wurde endgültig Hauptresidenz und erlebte eine erste kulturelle Blüte. In einer Zeit tief greifender religiöser Umbrüche und bedeutender wissenschaftlicher Erkenntnisse trugen die Gemälde des renommierten sächsischen Hofmalers Lucas Cranach d. Ä. und seines Sohnes Lucas Cranach d. J. zusammen mit dem prächtigen Neubau des Berliner Schlosses zum “Image” der Hohenzollern bei. Die teilweise großformatigen Bildtafeln aus der Wittenberger Werkstatt übten einen nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung der Künste in Berlin und Brandenburg aus.

Ein großer Teil der Gemälde Cranachs für die Hohenzollern gelangte später aus dem Berliner Schloss in das Jagdschloss Joachims II. im Grunewald. Nach mehrjähriger Forschungsarbeit stehen sie nun im Mittelpunkt einer Ausstellung, die die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde St. Petri-St. Marien veranstaltet. Mit über 200 Exponaten gibt die Schau erstmals Einblicke in diese frühe, dynamische Phase der brandenburgisch-preußischen Geschichte und Kunst. Dabei wird der Bogen von der Regierungsübernahme der Hohenzollern 1417 bis zum folgenreichen Übertritt des Herrscherhauses zum Calvinismus am Vorabend des 30jährigen Krieges gespannt.