Rendez-vous in der Natur -Grenzenloses Gartenvergnügen

Seit fast zehn Jahren blühen und gedeihen „Gärten ohne Grenzen“ im Dreiländereck Saarland, Luxemburg und Frankreich. Das Projekt umfasst 24 Anlagen und präsentiert Besuchern von nah und fern ein breites Spektrum an Gärten und Parks. Gleich zwei neue Gärten öffnen ihre Pforten in diesem Frühjahr, davon der Forstgarten am Jagdschloss Karlsbrunn im Juni.

Der Frühling macht, was er will: Aber egal wie launisch die Natur ist, Gartenfreunde freuen sich auf die neue Saison. Dazu gehört auch Garten und Parks zu besuchen – zur Inspiration für die Planung und Bepflanzung des eigenen Gartens, aber auch als Erlebniswert. Genießen mit Muße, Anregungen sammeln, staunen und schwelgen – wo könnte man all das besser, als in den Gärten ohne Grenzen/Jardins sans limites? Außerdem hat es sich das Dreiländer-Tourismusprojekt zur Aufgabe gemacht, die gemeinsame Gartengeschichte und -kultur wieder zu beleben und die touristische Attraktivität der Grenzregion entscheidend zu verbessern: Gartenliebhaber entdecken sowohl historisch rekonstruierte als auch frei konzipierte Anlagen und Parks. Neue Schöpfungen oder Nachzüchtungen beleben gleichermaßen die Gartenbautradition einer Region, die einst für ihre Versiertheit auf diesem Gebiet berühmt war.

Der Forstgarten am Jagdschloss Karlsbrunn im Warndt wird am 21. Juni 2008 seine Tore öffnen. Damit wird das Netzwerk „Gärten ohne Grenzen“ einen weiteren Anziehungspunkt haben. Der barocke Gebäudekomplex schließt einen Ehrenhof mit Freitreppe und ein Schilderhaus mit ein. Diese schlichte Konzeption setzt sich auch in der Gestaltung des hinter dem Haus liegenden Gartens fort. Die ursprüngliche Gestaltung steht in der Tradition der ab 1800 verbreiteten Anlagen von Forst- und Wildgärten. Heute umfasst das Gartengelände des ehemaligen Jagdschlosses Karlsbrunn eine Fläche von ca. 1,2 ha. Nach der Begutachtung alter Geländepläne wurde eine differenzierte Anlage mit Waldstauden, bewaldeten Hängen und Streuobstwiesen, die der Besucher durchwandern kann, geplant. Ein Teil ist als „modernes Landschaftsgemälde“ mit farblich abgestimmten Staudenfeldern vorgesehen. Wandelgänge und Ruheplätzen strukturieren und säumen den Forstgarten. Somit ist die neue Gestaltung des Parks teils als eine Erinnerung an frühere Zeiten, teils als moderne Übersetzung eines Forstgartens zu verstehen.

Bereits seit Anfang April ist im lothringischen Laquenexy ein Obstgarten dem Publikum zugänglich. Diese Anlage steht ganz im Zeichen des Geschmacks. Geboten wird eine einzigartige Mischung aus dekorativen Blumen, Obst- und Gemüsesorten, gegliedert in 18 Themenarealen, die den Besucher in eine Pflanzenwelt entführen, die voller Überraschungen steckt.
Für den Spätsommer können sich die Gartenfreunde bereits das letzte August-Wochenende vormerken: Vom 29. bis 31. August 2008 wird die Eröffnung des Saar-Gartens in Beckingen gefeiert. Der geplante Garten wird auf der Fläche des Flurstückes „Barschwies“ der Gemeinde Beckingen angelegt.