Juni 2009


Altes Museum Berlin: Ausstellung Nofretete trifft Kleopatra

Am Dienstag, 2. Juni 2009 beginnt in Berlin die weltweit erste direkte Begegnung der altägyptischen Königinnen Nofretete und Kleopatra. Die bemalte Büste der Nofretete wird im Alten Museum auf der Berliner Museumsinsel dem Berliner Marmor-Porträt der Kleopatra gegenüber gestellt. Die beiden berühmtesten Frauengestalten der Antike zeigen sich bis Anfang Oktober beiderseits des Betenden Knaben in der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin der Öffentlichkeit. Anschließend wird die Büste der Nofretete ihren endgültigen Platz in der Nordkuppel des wieder aufgebauten Neuen Museums finden.

Königin Nofretete, die Gemahlin des religiösen Reformers Echnaton (1353-1336 v. Chr.), verkörpert zusammen mit Kleopatra (51-30 v. Chr.), der letzten Herrscherin auf dem Pharaonenthron, die außergewöhnlich starke Stellung der Frau im alten Ägypten. Die Berliner Kleopatra ist das qualitätvollste der wenigen von ihr erhalten gebliebenen Porträts. Die Berliner Nofretete gilt als Ikone der ägyptischen Kunst. Die Begegnung der beiden Meisterwerke über eine Distanz von 1300 Jahren lässt den Spannungsbogen zwischen Kontinuität und Wandel erleben und regt dazu an, über die Hintergründe der Faszination nachzudenken, die beide Frauengestalten umgibt.

Ort: Antikensammlung, Hauptgeschoss Altes Museum
Am Lustgarten, 10178 Berlin-Mitte
Ab 2. Juni 2009, täglich 10 – 18 Uhr, Donnerstag bis 22 Uhr

HELMUT NEWTON: SUMO Museum für Fotografie

Mit SUMO präsentiert die Helmut Newton Stiftung das wohl spektakulärste und teuerste Photobuchprojekt aller Zeiten, das vor zehn Jahren auf den Buchmarkt kam. Der Kölner Verleger Benedikt Taschen überzeugte seinerzeit Helmut Newton, ein gigantisches Buch in einer Auflage von 10.000 Exemplaren zu produzieren, die alle vom Photographen signiert wurden. Die außergewöhnliche Publikation wurde mit einem eigens von Philippe Starck entworfenen Buchständer ausgeliefert. Nun werden erstmals die 394 Bilder des Buches sowie Memorabilia in Berlin ausgestellt, um das zehnjährige Jubiläum des inzwischen vergriffenen und in Sammlerkreisen hoch begehrten Photobuches zu feiern. Anlässlich dieser Präsentation erscheint im Taschen-Verlag eine verkleinerte und überarbeitete Version für den regulären Buchhandel.

Parallel zu SUMO werden in der Ausstellung “Three Boys from Pasadena” ausgewählte Werke von Mark Arbeit, George Holz und Just Loomis gezeigt, die Ende der 1970er Jahre am Art Center College of Design in Pasadena studierten und später Newtons Assistenten wurden. Im Videoraum der Helmut Newton Stiftung wird parallel zur Ausstellung der Film SUMO von Julian Benedikt ausgestrahlt.

Museum für Fotografie/Helmut Newton Stiftung
Jebensstr. 2, 10623 Berlin-Charlottenburg.
Die Ausstellung wird vom 4.6.2009 bis 31.1.2010 gezeigt.
Eröffnung der Ausstellung Mi 03.6.2009, um 20 Uhr
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Windjammerparade auf der Kieler Woche 2009

Die Windjammerparade am Sonnabend, 27. Juni, 11 bis 13 Uhr, wird wieder ein maritimer Höhepunkt der Kieler Woche. „Sehleute” von nah und fern werden die Ufer der Kieler Förde säumen, um den Korso der Großsegler und Traditionsschiffe zu bewundern. Das deutsche Segelschulschiff Gorch Fock führt die Parade an, mit dabei sind die ganz großen russischen Windjammer Mir und Sedov sowie die Christian Radich aus Norwegen, die Großherzogin Elisabeth, die Alexander von Humboldt mit den grünen Segeln und die Thor Heyerdahl. Sie alle führen jeweils eine Gruppe kleinerer Segelschiffe an.

Rund 100 Groß- und Traditionssegler sowie die vom Kieler Museumsschiff Bussard angeführten 20 Dampfschiffe und Begleitfahrzeuge bilden offiziell die Windjammerparade. Dazu gesellen sich noch ungezählte kleine Yachten und Boote, die das Aufstellen der Paradeformation aber nicht beeinträchtigen dürfen.
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Kieler-Woche-Musikprogramm: Tolle Konzerte mit Blick auf Segelboote

In der Kieler Woche 2009 (20. bis 28. Juni) wird die ganze Stadt zur Open-air-Bühne. Popstars, Rockbands, Big Bands, Orchester, Folkloregruppen, Shantychöre und Musikkapellen sorgen für das Musikprogramm des größten Sommerfests im Norden Europas und Segler-Welttreffens. Bei rund 300 Konzerten von Klassik bis Punkrock auf zahlreichen Bühnen ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei: Sasha, Stefanie Heinzmann, Polarkreis 18, Thomas D, Lotto King Karl, Marianne Rosenberg, Peter Kraus, Mike Krüger, Wise Guys, Stefan Gwildis, Michy Reincke, Tom Gaebel, Weather Girls und Boney M. treten ebenso auf wie zahlreiche Partybands, Coverbands und Kieler Nachwuchsbands.

Zum tollen Musikprogramm tragen wieder die Kieler-Woche-Premiumpartner BMW und HSH Nordbank bei sowie die Sender Norddeutscher Rundfunk (NDR), Radio Schleswig-Holstein (R.SH), Radio NORA und delta radio, aber auch neue Bühnenbetreiber wie Schankwerk (Reventlouwiese) und Livingroom (Kieler-Woche-Musikzelt). Der Verein zur Förderung der Kieler Woche präsentiert das Classic-Open-Air am Freitag, 26. Juni, mit The Hollies und dem Philharmonischen Orchester Kiel. Auf der Freilichtbühne Krusenkoppel sorgt das Amt für Kultur und Weiterbildung für „Gewaltig leise“ Abende. Die vom Kieler Jugendring und den städtischen Mädchen- und Jugendtreffs präsentierte „Junge Bühne“ im Ratsdienergarten und die „Showbox“ in der Pumpe gehören jungen Bands aus der Region, die mitunter auch nachmittags auf den großen Bühnen auftreten dürfen.
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IN GRENZEN FREI Mode, Fotografie, Underground in der DDR 1979-89

„IN GRENZEN FREI“ ist die erste Bestandsaufnahme einer subkulturellen Modebewegung in der DDR. Anhand von Fotografien, Modellen, Videos, Dia-Projektionen und Publikationen wird diese Bestandsaufnahme im Kontext der offiziellen DDR-Mode präsentiert. Im internationalen Maßstab ist dies eine Geschichte der Mode in Zeiten der Diktatur.

Die Dissidenz der Mode-Subkultur in der DDR bezog sich sicher in erster Linie auf die Modepolitik von „HO“ und „KONSUM“. Diese beiden staatlichen Handelsketten produzierten „Mode nach Plan“. Das Angebot an Textilien für die eigene Bevölkerung zeichnete sich meist durch billige Stoffe, billige Verarbeitung und durch einen billigen „Chic“ aus. Die DDRKonfektion funktionierte in Stückzahlen, nicht aber über Kategorien wie Qualität. Der Mentalität einer textilen Massenfertigung durch eine an Quantität ausgerichteten Textilindustrie, entsprach es, dass die Entwürfe der Mode- und Textilgestalter nach ihrer Umsetzung meist nicht wieder zuerkennen waren und nach nicht selten zehn staatlichen Entscheidungsebenen auch nichts mehr mit den Bedürfnissen der Käufer zu tun hatten.
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Heißer Sommer: Neues Musical am Spreeufer

1968 wurde der DEFA-Film “Heißer Sommer” mit Chris Doerk und Frank Schöbel über Nacht ein Hit. Mehr als 40 Jahre später bringt das Open-Air-Musical von Axel Poike die wilden Sommerabenteuer von Oberschülern aus Leipzig und Dresden neu auf die Bühne. Über 60 Sänger, Tänzer und Musiker nehmen das Publikum vom 10. Juli bis 9. August 2009 mit auf eine nostalgische Reise an die Ostsee. Dort kommt es zu einer Wiederbegegnung mit den Kult-Melodien von Gerd und Thomas Natschinski live gespielt von einem großen Orchester. Eine weitere musikalische Wiederbegegnung gibt es im Berliner Tempodrom: Vom 7.-9. August 2009 wird dort die Urberliner Operette “Frau Luna” von Paul Linke aufgeführt.

“Black Flamingo”: Burlesque-Show im Wintergarten

Ab dem 2. Oktober hebt sich im legendären Berliner Wintergarten sechs Wochen lang wieder allabendlich der Vorhang. Bis zum 15. November wird die Burlesque-Show “Black Flamingo” im bekannten Berliner Varieté an der Potsdamer Straße gezeigt. In einer Geschichte, die in den goldenen Zwanzigern spielt, sind Burlesque-Performerinnen, Clowns, Artisten und Musiker aus London, Paris und New York zu erleben.

Modell Bauhaus im Kultursommer Berlin

„Modell Bauhaus“ wird die zentrale Ausstellung im Kultursommer Berlins – Bauhaus-Archiv Berlin / Museum für Gestaltung, Stiftung Bauhaus Dessau und Klassik Stiftung Weimar eröffnen Jubiläumsausstellung am 21. Juli 2009

Erstmals präsentieren die drei deutschen Bauhaus-Institutionen gemeinsam eine umfassende Ausstellung über das Bauhaus, die einflussreichste Schule für Kunst, Design und Architektur des 20. Jahrhunderts. Zahlreiche und oft weitgehend unbekannte Exponate machen „Modell Bauhaus“ zu einer einzigartigen Ausstellung, die den Berliner Kultursommer bestimmen wird. Zentraler Förderer der Ausstellung, die an den neunzigsten Geburtstag der Gründung des Staatlichen Bauhauses in Weimar erinnert, ist die Kulturstiftung des Bundes. „Modell Bauhaus“ wird vom 22. Juli bis zum 04. Oktober 2009 im Martin-Gropius-Bau gezeigt.

„Modell Bauhaus“ erzählt die Geschichte des Bauhauses in einer umfassenden Präsentation der Arbeiten seiner Meister und Schüler sowie der wichtigsten an der Schule behandelten Themen. Ein interdisziplinärer, experimenteller Unterricht, das an der Praxis orientierte Werkstättenkonzept, die Verfolgung sozialer Fragestellungen, die Propagierung einer zeitlosen Ästhetik sowie die Erprobung neuer Verfahren und Materialien in Architektur und Design waren die wichtigsten Anliegen der Schule. Die Ausstellung rückt die umfassende Bedeutung des Bauhauses für die Entwicklung und Internationalisierung der Moderne in den Mittelpunkt und thematisiert darauf aufbauend seine weltweite und bis heute andauernde Wirkung auf Architektur und Design.
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