Bayern


Weihnachtsmarkt Landshuter Weihnachtszauber

Vom 29. November 2008 bis zum 6. Januar 2009 erweist sich die Herzogstadt Landshut erneut als ein Paradies für Krippenfreunde. Festliche Weihnachtskonzerte geben dem Landshuter Krippenweg eine besondere Note. Abseits der zauberhaften Krippenschau führen alle Wege auf die Freyung: Dort, zu Füßen der Kirche St. Jodok, glitzert und funkelt die Budenstadt mit ihrer Weihnachtsmarkt Vielfalt: vom liebevoll verarbeiteten Kunsthandwerk über klassischen Weihnachtsschmuck bis hin zum traditionellen Weihnachtsgeschenk lässt der Landshuter Christkindlmarkt schon vor Heiligabend alle Wünsche Wirklichkeit werden. Auf der Suche nach besonderen Weihnachtsgeschenken werden Besucher außerdem in der Innenstadt sowie den sie umgebenden Straßen und Gassen fündig. Denn nicht nur, aber gerade zur Weihnachtszeit sprudelt Landshut nur so vor Geschenkideen – ein Hauch von Luxus liegt in der Luft.

Premium Winterwanderweg in Reit im Winkl

In Reit im Winkl wird der 1. Winterpremium Wanderweg Deutschlands eröffnet, die Einweihung ist für den 18.12.08 geplant.
Die Tourist-Information Reit im Winkl hat mit dem Deutschen Wanderinstitut das Thema Winterwandern in zahlreichen Treffen und Gesprächen erörtert. Über 40 Millionen Deutsche wandern gerne und würden dies auch gerne im Winter tun. Aus diesem Grund hat das Deutsche Wanderinstitut um Dr. Brämer einen Kriterienkatalog erstellt, welche Eigenschaften ein Winterwanderweg haben soll um das Siegel Premiumweg zu erhalten.
Das wichtigste Kriterium ist, dass der Weg auf der ganzen Strecke auf einer präparierten Schneeunterlage verläuft, der Weg soll von Dezember bis April begebar sein.
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34. Traunsteiner Christkindlmarkt

Alle Jahre wieder öffnet der Traunsteiner Christkindlmarkt seine Pforten: diesmal am Freitag, 28. November. Oberbürgermeister Manfred Kösterke wird den 34. Adventsmarkt auf dem Traunsteiner Stadtplatz um 17 Uhr auf der Christkindlmarkt-Bühne eröffnen. Musikalisch begleitet wird er von der Stadtmusik Traunstein.

Das ist aber noch nicht alles: zum ersten Mal wird heuer nach der offiziellen Eröffnung das Traunsteiner Christkindl am Balkon des Kaufhauses Unterforsthuber erscheinen, um, begleitet von festlichen Fanfarenklängen der Veitsgroma Zunft, die Besucher des Christkindlmarktes feierlich zu begrüßen und mit einem Prolog willkommen zu heißen. Anschließend begibt sich das Christkindl (dargestellt von Nadine Spiegelsberger, Auszubildende in der Tourist-Information Traunstein) gemeinsam mit Oberbürgermeister Manfred Kösterke auf einen Rundgang durch die festlich geschmückte und beleuchtete „Hüttenstadt“ am Traunsteiner Stadtplatz.
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Die Allgäuer Winter- und Skisaison 2008/09 hat begonnen

Traumstart in eine neue Ski-Saison: Schon zwei Wochen früher als geplant, konnte am Wochenende die Skisaison in einigen Allgäuer Superschnee-Gebieten beginnen. Ergiebige Schneefälle am Wochenende haben für beste Pistenbedingungen gesorgt und so starteten bereits drei Allgäu Skigebiete in die neue Saison. Am nächsten Wochenende öffnen weitere Skigebiete und bis Anfang Dezember sind alle 223 Liftanlagen in Betrieb: Jetzt steht dem grenzenlosen Skivergnügen nichts mehr im Weg. „Superschnee Allgäu-Tirol-Kleinwalsertal“, das ist der grenzüberschreitende Liftpass, der den Wintersportlern Deutschlands größtes Skigebiet eröffnet – mit mehr als 220 Liftanlagen und 550 Pistenkilometern in acht bekannten Skigebieten.

Mit den Skigebieten Grasgehren, Oberjoch, Bolsterlang und Eschach bei Kempten nahmen bereits am Wochenende die ersten Lifte den Winterbetrieb auf. Am kommenden Wochenende, dem 29. November starten die Bergbahnen Fellhorn/ Kanzelwand im grenzüberschreitenden Skigebiet Oberstdorf/Kleinwalsertal. Am Mittaggebiet in Immenstadt sind zu den Skipisten auch die Rodelbahnen präpariert. Pfronten, Tegelberg sowie die Alpsitzbahn in Nesselwang, die Skiarena Steibis bei Oberstaufen und Balderschwang und Ofterschwang-Gunzesried haben dann bestens präparierte Pisten. Momentan liegen in den Allgäuer Skigebieten zwischen 30 und 130 Zentimeter traumhafter Pulverschnee.
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Zu Hause bei den Krippenbauern - Advent in den Ammergauer Alpen

Zusehen, wie eine weihnachtliche Holzkrippe entsteht, einen Blick ins Krippenmuseum werfen oder sogar selbst Figuren schnitzen: In den Ammergauer Alpen bietet die traditionsreiche Holzschnitzkunst eine schöne Einstimmung auf die Weihnachtsfeiertage. Etwa 60 aktive Holzbildhauer arbeiten heute in Oberammergau. Einige von ihnen zeigen am ersten und dritten Adventswochenende sowie zwischen Weihnachten und Neujahr in der „Lebenden Werkstatt“ im Pilatushaus Oberammergau live ihr Handwerk. Die fertigen Figuren können im Laden nebenan erworben werden.

Auch auf dem 20. Weihnachtlichen Handwerkermarkt am 13. und 14. Dezember stellen Krippenbauer und Holzschnitzer sowie Glasbläser, Seifensieder, Porzellanmaler und Korbflechter ihre Kunst zum Verkauf. Wer eine Figur für die eigene Krippe selbst schnitzen möchte, der kann sich in einem Ferienkurs in die Fertigkeit einführen lassen. Die Vollendung der Krippenkunst präsentiert das Oberammergau Museum in der Adventszeit: Zusätzlich zu der berühmten Kirchengrippe mit der Hochzeit von Kana, die bereits König Ludwig II. bewunderte, sind dort zahlreiche weitere Weihnachtskrippen ausgestellt. „Krippen sind neben dem Christbaum einer der wichtigsten Bestandteile des Weihnachtsschmucks“, so Jörg Christöphler, Geschäftsführer der Ammergauer Alpen GmbH. „Deshalb stimmen sie sowohl Besucher als auch Einheimische auf die besinnlichste Zeit des Jahres ein. Hier, in den Ammergauer Alpen, wird die Tradition das ganze Jahr über gelebt, doch in der Vorweihnachtszeit findet sie ihren Höhepunkt“, so Christöphler weiter. Diese lebende Tradition spiegelt sich auch in der Lebenden Krippe des Bad Bayersoiener Christkindlmarkts, die die Gäste verzaubert. Zum Aufwärmen können die Besucher der „Weihnacht in der Brandstatt“ natürlich Glühwein und andere Gaumenfreuden genießen. Nachmittags bringt der Nikolaus Geschenke für die Kinder auf einem Pferdeschlitten.
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Winter Highlights in Ruhpolding 2008/2009

Flockiger Pulverschnee trifft strahlend blauen Himmel. Ein perfekter Wintertag im oberbayerischen Ruhpolding verspricht unglaubliches Vergnügen. Ob beim Skifahren, Langlaufen im schneesicheren 3-Seen-Gebiet, beim Schneeschuh Wandern, Skitouren gehen oder Rodeln – der Winterspaß kennt keine Grenzen! Die Ski- und Langlaufschulen zeigen Ihnen die richtige Technik und die Ruhpoldinger Wirte halten eine Brotzeit zur Stärkung bereit. Die Pisten im grenzübergreifenden Top-Skigebiet Winklmoos-Steinplatte sind ab dieser Wintersaison von Ruhpolding aus mit einem kostenlosen Shuttle-Bus erreichbar! Das auf einem sonnigen Hochplateau gelegene Skigebiet gilt als das 5. Schneesicherste in Europa und garantiert wenig Eis aber viel Schnee. Skivergnügen direkt in Ruhpolding gibt’s am Westernberg und Unternberg: Ski-Kindergarten, Flutlichtfahren uvm. ist hier möglich!

Copyright Bild: Ruhpolding Tourismus

Um unbeschwert zu genießen gibt es den Winter-Gipfel-Pass in Ruhpolding. Ein Top-Angebot mit täglich freien Eintritten zu vielen Ruhpoldinger Freizeitbetrieben (Wellness- & Erlebnisbad, Eishalle, Rauschbergbahn uvm.). „Das ist einmalig in unserer Region! All-Inklusiv-Urlaub für den kleinen Geldbeutel. Fast alle Freizeiteinrichtungen in Ruhpolding, und das sind sehr viele, können täglich genutzt werden mit dem Ruhpoldinger Gipfel-Pass!“ erklärt Tourismusdirektor Martin Haßlberger, der überzeugt ist von dem Top-Angebot in Ruhpolding.
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Weihnachtszeit und Weihnachtsmärkte in Franken

Franken ist ein „Weihnachts-Wunderland” der besonderen Art. Dazu gehören nicht nur die mehr als 50 stimmungsvollen und traditionsreichen Weihnachtsmärkte, sondern auch liebevoll gestaltete Krippenwege, hochrangige Konzerte in Kirchen und Schlössern sowie besondere Ausstellungen. Franken steht dabei für das echte und unverfälschte Weihnachtsgefühl, für eine Atmosphäre der Beschaulichkeit und inneren Einkehr, die anderswo schon lange abhanden gekommen ist. Denn die uralte Kulturregion schöpft auch in der Adventszeit aus ihrer reichen, manchmal auch märchenhaften Geschichte, die die Besucher auf ihren vorweihnachtlichen Wegen durch Franken erleben.

„Nussknacker und Mäusekönig“ heißt das berühmte Weihnachtsmärchen des Poeten E.T.A. Hoffmann, der vor genau 200 Jahren nach Bamberg kam, fünf Jahre dort lebte und arbeitete und in der Weltkulturerbe-Stadt derzeit mit einer Fülle von Sonderveranstaltungen gefeiert wird. 1808 hatte Hoffmann seine künstlerische Laufbahn als Musikdirektor und später als Dramaturg am Bamberger Theater aufgenommen, das heute seinen Namen trägt. Und selbstverständlich hat das E.T.A. Hoffmann-Theater zum Jubiläum in der Vorweihnachtszeit auch das romantische Märchen um Marie Stahlbaum, den kleinen Fritz und ihren Paten Zacharias Drosselmeier als Kinderstück (zahlreiche Termine im November/Dezember) in den Spielplan aufgenommen. Um wundersame Geschichten und träumerische Reisen in die Vergangenheit ist die barocke Traumstadt, die gerade im Winter ein märchenhaftes Kleid anlegt, ohnehin nicht verlegen – zu viel gibt es in der tausendjährigen Kaiser- und
Bischofsstadt auf den sieben Hügeln zu entdecken. Da ist zum einen der idyllische Weihnachtsmarkt auf dem Maxplatz (27. November bis 23. Dezember), der neben Lebkuchen, Bratwürsten und Glühwein auch liebevoll bemalte, hölzerne Nussknacker feilbietet. Und da gibt es – als eigentlichen Höhepunkt einer vorweihnachtlichen Bamberg-Reise – die bezaubernde Krippenstadt zu entdecken, als die Bamberg sich in diesem Winter schon zum 25. Mal präsentiert. Viel älter noch ist die Tradition des Bauens, Aufstellens und Herzeigens kunstvoller Krippen, die sich vor nahezu vierhundert Jahren dort reich entfaltet hat. Heute sorgt der 1919 gegründete „Verein der Bamberger Krippenfreunde“ dafür, dass der Krippengedanke erhalten bleibt. Viele Jahre führte der „Bamberger Krippenweg“ quer durch die Stadt wie ein roter Faden von Krippe zu Krippe, inzwischen ist jedoch die Zahl der kostbaren Krippendarstellungen in Kirchen, Museen und auf öffentlichen Plätzen auf 39 Stationen angewachsen. So führen viele Routen durch das winterlich-verschneite Bamberg zu immer wieder neuen, kunstvollen Krippenszenen. Eine der schönsten Krippenstationen findet sich im Diözesanmuseum im Kapitelhaus neben dem Dom, wo von der Adventszeit bis zum Dreikönigstag eine reiche Krippen- und Wachskindersammlung von der Barockzeit bis zur Gegenwart zum Staunen anregt. Einmalig auch der so genannte Weihnachtsaltar von Veit Stoß im südlichen Querschiff des Doms, eine der berühmtesten und schönsten Krippendarstellungen der mittelalterlichen Kunst, und die Maternkapelle, in der die Bamberger Krippenfreunde traditionell ihre große Krippenschau zeigen. Und doch findet jeder Bamberg-Besucher seine ganz eigenen Wege, die ihn durch stille Altstadtgassen zu seinem individuellen Krippenerlebnis führen.

Oft sind solche Wege in der Vorweihnachtszeit in Franken ein wenig rätselhaft, das Ziel unergründlich und verheißungsvoll. Die wundersame Reise der kleinen Marie Stahlbaum in „Nussknacker und Mäusekönig“ führte geradewegs in die Puppen- und Spielzeugstadt Nürnberg. „Nicht allein, dass Mauern und Türme in den herrlichsten Farben prangten, es war wohl auch, was die Form der Gebäude anlangt, gar nichts Ähnliches auf Erden zu finden“, so hat E.T.A. Hoffmann im Märchen die alte Reichsstadt beschrieben, die schon damals betörend nach „lauter Makronen und überzuckerten Früchten“ duftete. Wer heutzutage den weltberühmten Nürnberger Christkindlesmarkt zu Füßen der Frauen-kirche besucht und durch die Budengassen der „kleinen Stadt aus Holz und Tuch“ wandelt, kann sich ihrem märchenhaften Zauber und den wundersamen Düften nicht entziehen. Vor einigen Jahren ist zu den rund 180 liebevoll geschmückten Buden auf dem Hauptmarkt noch die „Kinderweihnacht“ auf dem Hans-Sachs-Platz mit nostalgischen Fahrgeschäften, kindgerechtem Angebot und hübschen Mitmach-Häuschen hinzugekommen, ebenso wie das romantisch dekorierte „Sternenhaus“, das mit Märchenerzählungen, Tanz und Kindertheater die Kleinen in seinen Bann zieht. Ach, hätte die kleine Marie das erleben dürfen!

„Ihr Kinderlein kommet“ ruft auch das mittelalterliche Städtchen Dinkelsbühl an der Romantischen Straße den kleinen und großen Besuchern zu – mit gutem Grund: Kein Geringerer als der 1768 in Dinkelsbühl geborene Pfarrer und Schriftsteller Christoph Schmid hat das wohl bekannteste deutsche Weihnachtslied dereinst verfasst. Und so beginnt der beschauliche Weihnachtsmarkt im Innenhof der historischen Spitalanlage (27. November bis 21. Dezember) traditionell mit dem Sternenlichterzug der Kinder am Christoph Schmid-Denkmal.

Wie von Zauberhand entsteht auch in der historischen Bayreuther Innenstadt alljährlich eine märchenhafte Budenstadt (28. November bis 23. Dezember), zu Füßen der Spitalkirche durchzieht der Duft von Glühwein und Weihnachtsgebäck die Straßen, die sieben Kilometer lange weihnachtliche Lichterkette schafft ein unvergleichliches Flair, und die Wege auf dem heimeligen Markt - der „Krippenweg“, der „Christkindlesweg“ und die „Sternengasse“ – führen, wie sollte es anders sein, geradewegs zur „Himmelspforte“.

In der Bischofsstadt Würzburg, wo seit 1800 ein Weihnachtsmarkt überliefert ist, gehen Tradition und Atmosphäre Hand in Hand. Die historische Kulisse mit der gotischen Marienkapelle und dem barocken Falkenhaus verleiht der adventlichen Szenerie des Marktes (28. November bis 23. Dezember) ein ganz besonderes Flair. Seit zwei Jahren prunkt Würzburg aber zusätzlich auch mit einem „Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt“ (5. bis 7. Dezember) auf der Festung Marienberg hoch über dem Main, wo Händler und Handwerker, Bratereyen und Tavernen, Spielleute und Gaukler und die abendliche Illumination mit hunderten von Kerzen und Öllampen die Besucher verzaubern.

Das historische Ambiente, die eindrucksvollen Stadtbilder aus Gotik und Mittelalter, aus Renaissance, Barock und Rokoko, wie sie aufgrund der reichen Geschichte so häufig in Franken anzutreffen sind, machen vielfach die besondere Atmosphäre der fränkischen Weihnachtsmärkte aus – so in Aschaffenburg, wo das mächtige Schloss Johannisburg die Kulisse bildet, in Ansbach vor St. Gumbertus oder in der einstigen Herzogsstadt Coburg mit ihrem prachtvollen Marktplatz. In all diesen und vielen weiteren fränkischen Städte-Kostbarkeiten sind die Märkte aus Achtung vor ihrer Historie so geblieben, wie sie immer waren: traditionell, echt und unverfälscht. Und darum führen die Wege durch das fränkische Weihnachts-Wunderland auch immer wieder zurück in die Geschichte der eigenen Kindheit.

Welche Wege ein Brief an das Christkind zurücklegt, um schließlich an sein himmlisches Ziel zu gelangen – diese bange Kinderfrage beantwortet auch in diesem Jahr das Weihnachtspostamt in Himmelstadt. Denn wo anders als in Himmelstadt könnte das Christkind wohnen? Seit 1986 öffnet das Weihnachtspostamt jährlich am 1. Advent seine Pforten. Mehr als 50.000 Briefe von Kindern aus aller Welt werden dann bis zum Heiligabend vom Christkind persönlich beantwortet, und es gibt sogar einen in Sammlerkreisen sehr begehrten Sonderstempel. Die Anschrift lautet schlicht und ergreifend: „An das Christkind, Kirchplatz, 97267 Himmelstadt“. Und Antwort kommt garantiert.

Nur ein Katzensprung ist es von Himmelstadt nach Sommerhausen, ebenfalls im Fränkischen Weinland, das für seinen ungewöhnlichen Weihnachtsmarkt bekannt ist. In dem romantischen mittelalterlichen Städtchen am Main dominieren auf dem „etwas anderen Weihnachtsmarkt“ an den vier Adventswochenenden nicht die sonst üblichen Buden, vielmehr bieten Kunsthandwerker und Kunstgewerbler in Häusern, Höfen und Gewölbekellern, verteilt über den ganzen historischen Altort, ihre teils beachtlichen Arbeiten an, und auch in den Galerien stellen namhafte Künstler Bilder, Collagen, Glas und Keramik aus. Da stöbert man in festlich dekorierten Töpfereien und Galerien, bewundert die Schätze der Kunstscheune und fast weiterer fünfzig Kunsthandwerker und Kunstgewerbler - Wachszieher und Keramiker, Schmiede und Weißnäher, Weber und Korbmacher, Kunstmaler und Hutmacher -, die ihre selbst gefertigten Waren feilbieten. Und auch der Naturpark Altmühltal hat seinen Geheimtipp unter den Weihnachtsmärkten; den romantischen Markt Schloss Hexenagger bei Altmannstein. Er überrascht an den vier Adventswochenenden mit vielen besonderen Einfällen. Das Areal des historischen Schlosses hoch über dem Tal ist dabei von über 25.000 Kerzen, Fackeln und Lichtern beleuchtet. Über hundert Kunsthandwerker, sorgfältig ausgewählt, bieten ihre Waren feil. Äußerst beliebt sind auf Schloss Hexenagger auch die urigen Weihnachtshütten, die stundenweise gemietet werden können. Darin bullert dann ein warmer Holzofen und sorgt für eine gemütliche „Auszeit“ mitten im Marktgetriebe. Während des Marktes ziert ein überdimensionaler Adventskalender einen Teil der Fassade, und täglich wird bei einer kleinen Zeremonie im Fackelschein ein neues Fenster geöffnet. Ganz Ähnliches spielt sich auch in der Pfalzgrafenstadt Forchheim in der Fränkischen Schweiz ab: Dort wird das Rathaus mit seiner wunderschönen Fachwerkfassade aus dem 15. Jahrhundert zur prachtvollen Kulisse für den – nach eigenem Bekunden der Forchheimer – „schönsten Adventskalender der Welt“.

Nur kurz ist der ausgesprochen lohnende Weg von Forchheim in das malerische Töpferstädtchen Thurnau, ebenfalls in der Fränkischen Schweiz. Der dortige Weihnachts-Töpfermarkt (5. bis 7. Dezember) im malerischen Schlosshof stellt die hochwertigen Produkte der traditionell ortsansässigen Töpfereien in den Mittelpunkt. Alle sieben Thurnauer Töpfereien sind natürlich vertreten, dazu noch viele weitere aus ganz Deutschland. Künstlerischer Anspruch und hohes handwerkliches Niveau ist die Zielsetzung des bedeutendsten Keramikmarktes Nordbayerns. Von Gebrauchskeramik bis zum wertvollen Einzelstück sollte hier im romantischen Ambiente des Schlosses aus dem 13. Jahrhundert jeder sein Traumobjekt – vielleicht auch als besonderes Weihnachtsgeschenk – finden können.

Ein anderer Traum, nämlich ganz in Weiß, geht in Rothenburg ob der Tauber in Erfüllung. Nirgendwo sonst ergibt das Zusammenspiel der Traumkulisse des Mittelalters mit der weißen Pracht des Schnees eine so stimmungsvolle Atmosphäre wie dort zwischen den verwinkelten Gassen und mit dem Duft des typischen weißen Glühweins in der Nase. Märchen und Legenden haben in dieser Szenerie einen guten Nährboden, und wahrhaftig: der Name des „Rothenburger Reiterle“, nach dem der weltberühmte, über 500 Jahre alte „Reiterlesmarkt“ (28. November bis 23. Dezember) benannt ist, hat seinen Ursprung in der germanischen Sagenwelt. Das „Reiterle“ ist die menschliche Darstellung des germanischen Gottes Wotan, der zur düsteren Jahreszeit an die Türen klopfte, um Einlass und milde Gaben zu begehren und diese Gaben dann an die Armen zu verteilen. Das machte ihn zu einer gerne gesehenen Gestalt, die noch heute auf allen Wegen auf dem berühmten Weihnachtsmarkt leibhaftig anzutreffen ist. Und wenn die kleine Marie Stahlbaum auf ihrer Traumreise auch nach Rothenburg ob der Tauber gekommen wäre, sie hätte das Reiterle bestimmt in ihr Herz geschlossen.

Kostbare Waffen aus Damaststahl in der Veste Coburg

„Schöne Technik - Technische Schönheit. Feuer- und Blankwaffen aus Damaststahl“ ist die Studioausstellung vom 7. November bis 25. Januar 2009 in den Kunstsammlungen der Veste Coburg überschrieben. Damaststahl, eine Schweißverbundtechnik, zeichnet sich durch extrem hohe Zähigkeit und Festigkeit aus. War diese Technik in der Spätantike und im frühen Mittelalter zunächst vor allem zweckmäßig, so erkannte man auch bald das dekorative Potenzial des Damaststahls. Durch neue Schmiedeverfahren im Europa des 9. und 10. Jahrhunderts war die aufwändige Damastherstellung aus Gründen der Zweckmäßigkeit nicht mehr notwendig, lediglich zu dekorativen Zwecken wurde sie noch praktiziert. Im 18. und 19. Jahrhundert erlebte die Technik jedoch eine Renaissance als attraktiver Werkstoff für Gewehrläufe. Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Geschichte des Damaststahls und seine Anwendung im Waffenbereich. Sie wird ergänzt durch eine Auswahl orienta-lischer Waffen aus Schweiß- und Gussdamast und einen Exkurs in die Schmiede- und Schweißtechnik. Infos: Kunstsammlungen der Veste Coburg, Telefon 09561/879-0 (www.kunstsammlungen-coburg.de).

24. Würzburger Jazzfestival am 25. und 26. Oktober

Zwei Tage Jazz satt genießen Jazzfans am 25./26. Oktober beim 24. Würzburger Jazzfestival im Felix-Fechenbach-Haus im Stadtteil Grombühl. Das Festival der Jazzinitiative Würzburg setzt seinen Schwerpunkt auf Piano und Keyboards. Außer dem majestätischen Flügel kommen am 25. Oktober mit Aki Takase, Jasper van’t Hof und dem Würzburger Andreas Obieglo und ihren Ensembles Instrumente wie das legendäre Fender Rhodes E-Piano und die Hammond B3 zu Wort. Dazu gibt Bassist Dieter Ilg ein knapp einstündiges Solo. Tags drauf runden Oliver Maas und Andreas Kissenbeck mit den Bands Mop de Kop und Club Boogaloo das Gesamtbild von Tasteninstrumenten im Modern Jazz ab. Außerdem im Programm: Das Würzburg Jazz Orchestra spielt Titel des United Jazz + Rock Ensemble. Am 26. Oktober findet bei freiem Eintritt ein Nachwuchswettbewerb statt (www.jazzini-wuerzburg.de).

40. Würzburger Bachtage vom 22. bis 30. November

Vom 22. bis 30. November trifft Johann Sebastian Bach bei den 40. Würzburger Bachtagen seine „italienischen Verwandten“: Wäre Bach nach Italien gekommen, hätte er mit Vivaldi, Corelli und anderen großen Meistern musiziert. Tatsächlich war er zwar nie in Italien, doch fliegende Händler brachten ihm stets die neuesten Partituren. So wurden aus Vivaldis Violinkonzerten Bach‘sche Orgel- und Cembalokonzerte. Diese und andere Werke erwarten das Publikum bei insgesamt 14 Veranstaltungen: Oratorien, Orgel- und Kammermusik, Bachkantaten im Gottesdienst, einem Cross-Over-Konzert, einem Vortrag sowie Orgelführungen für Kinder. Einer der Höhepunkte ist das Konzert mit Shooting-Star Martin Stadtfeld am Klavier und dem Cellisten Jan Vogler am 28. November. Mit den Hilliards und Jan Garbarek treffen sich zwei Welten, um eine neue, mystische zu erschaffen. Vokale Klänge des 15. und 16. Jahrhunderts aus den Klöstern Italiens, Spaniens und Flanderns tref-fen am 29. November auf den Saxophonisten. Am 30. November geht das Festival mit Bachs Weihnachtsoratorium zu Ende. Programm: www.bachtage-wuerzburg.de

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