Köln


Köln - Lange Nacht der Museen 2008

Samstag, 1. November 2008, 19 bis 3 Uhr

Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit: Ausstellungen von Weltrang durchschlendern, Hoffnungsträger und Insider-Tipps kennen lernen, Künstlern bei der Arbeit über die Schulter schauen. Angesagte Konzerte und vielbeachtete Lesungen besuchen. Filme und Theaterprojekte bestaunen. Und all das an einem Abend. Wie soll das möglich sein? Auch in diesem Jahr beantwortet die Lange Nacht der Kölner Museen diese Frage souverän.

Am Samstag, den 1. November 2008 werden alle Pforten geöffnet, um Kunstliebhabern und solchen, die es werden wollen, Einblicke in die unterschiedlichsten künstlerischen Parallel-Welten zu gewähren: zwischen 19 und 3 Uhr verbinden sich 40 Kölner Museen, Kulturinstitutionen, Künstlerhäuser, Archive und Galerien zu einem gewaltigen Kultur-Event.
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Feuer und Erde: Chinesische Keramik aus dem Bestand des Museums für Ostasiatische Kunst Köln (ca. 3500 v. Chr. – 1400) - Museum für Ostasiatische Kunst in Köln

Laufzeit: 18. Oktober 2008 bis 26. April 2009

Feuer und Erde gehören in der daoistischen Philosophie zu den “Fünf Wirkkräften” oder “Wandlungsenergien” (wu xing), durch die der Kosmos und alle Naturphänomene erzeugt, kontinuierlich verwandelt und in der Balance gehalten werden. Feuer und Erde lassen aber auch Keramik entstehen. Dies war eine der genialen Entdeckungen der frühen Menschheit, die in China sehr früh zur Perfektion gelangte.

Die Kreativität der frühen chinesischen Töpfer lässt sich zum Beispiel daran ablesen, dass sie bereits im späten Neolithikum die schnell rotierende Töpferscheibe kannten und schon in der Bronzezeit in der Lage waren, aus gemahlenem Berggestein das für die Porzellanherstellung erforderliche Kaolin (gaoling) zu gewinnen. Inzwischen zählt dieser Begriff zu den wenigen chinesischen Fremdwörtern im Wortschatz der europäischen Sprachen. Wegen ihrer Dauerhaftigkeit war Keramik auch ideal zur Fertigung von Grabbeigaben geeignet, die den Verstorbenen als Symbole diesseitigen Wohlstands “Glück ohne Ende” im Jenseits bescheren sollten.

Schon ab Mitte des 8. Jahrhunderts galten keramische Gefäße nicht mehr ausschließlich als praktische Gebrauchsgegenstände. Erlesene Stücke bewunderte man wegen ihrer ästhetischen Qualität und ihres Charakters, der sich in Form, Glasur und Dekor ausdrückt. Als Sammelobjekt nachgefragt und vom Kaiserhof als Tributgabe weitergereicht, hielt die Keramik Einzug in die Kunst.
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Gerhard Richter – Abstrakte Bilder im Museum Ludwig in Köln

Laufzeit: 18. Oktober 2008 – 1. Februar 2009

Erstmals konzentriert sich eine umfassende Museumsausstellung von Gerhard Richter ausschließlich auf die Abstrakten Gemälde, die seit Mitte der 1970er Jahre entstehen und sein Oeuvre seitdem dominieren. Ausgangspunkt sind die Serien “Cage” von 2006 und “Wald” aus dem Jahre 2005, von denen die letztere zum ersten Mal in Europa gezeigt wird. Der darin dargestellte Stand von Richters malerischer Entwicklung wird zurück verfolgt zu ihren in den mittleren 1980er Jahren angelegten Wurzeln. Diese reichen über die vierteilige Werkreihe “Bach” (1992) und das farblich reduzierte “St. Gallen” (1989) bis zu den früheren äußerst farbintensiven Bilder wie “Blau” (1988) oder “Claudius” (1986).

Die zum Teil sehr großen Formate sind vielschichtig angelegt. Ihre Farbstrukturen werden mit Pinseln, Rakeln und Spachteln aufgetragen, die über die nassen Farbschichten gezogen werden, wobei bereits vorhandene durch neue überlagert oder ganz ausgelöscht werden.
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Gerrit Göllner / Jon Shelton – Margin Milieu - Ein nomadisches, raumüberbrückendes Künstlerbuchprojekt im Kölner Museum Ludwig

10. Oktober – 07. Dezember 2008

Im Treppenhaus der Kunst- und Museumsbibliothek und im Foyer des Museum Ludwig zeigen die in Köln lebende österreichisch-amerikanische Künstlerin Gerrit Göllner (*1973 Salzburg) und der amerikanische Künstler Jon Shelton (*1965 Detroit) nicht nur Künstlerbücher. Sie stellen sie auch her in einer eigens von ihnen gebauten semi-transparenten, in den Raum greifenden Konstruktion, die sich als Atelier, Werkstatt, Baustelle, oder nomadenhafte Behausung versteht.

An diesem zwischen Museum und Bibliothek liegenden ‘Ort’ setzen sich die beiden Künstler mit der Situation des Durchgangsbereichs auseinander, greifen auf die daraus entstehenden Eindrücke wie die des Museumsalltags zurück, bearbeiten sie in situ und lassen sie in Künstlerbücher einfließen, so dass Produktion, Interaktion und Ausstellung stets ein ‘Work in Progress’ bilden.
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Museum für Ostasiatische Kunst Köln - “Hiroshige: Ansichten von Edo und mehr”

Laufzeit: 4. Juli bis 30. November 2008

Utagawa Hiroshige (1797-1858) wurde als Sohn eines Samurai geboren, der die Position eines Brandinspektors in Edo, dem späteren Tokyo, inne hatte. Mit 15 Jahren wurde er Schüler des Holzschnittmeisters Utagawa Toyohiro. Nach anfänglichen Serien über schöne Frauen, Kabuki-Schauspieler und berühmte Krieger, landete er seinen ersten großen Wurf mit der zwischen 1832 und 1834 entstandenen Serie “53 Stationen der Ostmeerstraße” (Tôkaidô gojûsan tsugi no uchi).

Zwischen 1856 und 1858, dem Jahr seines Todes, erschienen in unregelmäßiger Folge insgesamt 115 Einzeldrucke der “100 Ansichten von Edo”. Der Erfolg war so groß, dass der Verleger beschloss, sie durch drei weitere Holzschnitte seines Schülers Hiroshige II zu ergänzen und posthum in der Reihenfolge der 4 Jahreszeiten nochmals als komplette Serie herauszugeben.

Hiroshige richtet den Blick auf die unterschiedlichen sozialen Schichten der Stadtbevölkerung, mit Vorliebe bei jahreszeitlichen Bräuchen und Festen und bei touristischen Freizeitvergnügungen. Er stellt ein Edo der variationsreichen Attraktionen, der ungetrübten Idylle und des Wohlstands vor. Häufig spielt die Vegetation, allen voran Bäume, eine kompositorische, farbliche oder auch jahreszeitliche Rolle.
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Museum für Angewandte Kunst Köln - “in Toplage - Architekturphantasien im zeitgenössischen Schmuck”

Museum für Angewandte Kunst Köln, 20. September bis 9.November 2008
Ausstellung: “in Toplage - Architekturphantasien im zeitgenössischen Schmuck”

Die Verbindung von Schmuck und architektonischen Formen: Ein Paradox? Stütze und Last, Wand und Dach – widersprechen sie der Idee von anschmiegsamem, elegantem, leichtem Schmuck?

Seit den Tagen der mittelalterlichen jüdischen Hochzeitsringe, die eine stilisierte (Synagogen-?) Architektur tragen, ist in symbolträchtigen oder architekturverliebten Epochen wie Renaissance, Historismus oder Art Nouveau das scheinbar nicht Zusammengehörige immer wieder zusammengewachsen. Gilt das auch für die Moderne, für unsere unmittelbare Gegenwart, in der Architektur eine historisch beispiellose, bisweilen sogar spektakuläre Rolle spielt? Reagieren zeitgenössische Schmuckmacher und Goldschmiede darauf, lassen sie sich davon inspirieren?

Es ist höchste Zeit für die Sondierung einer spannenden künstlerischen Domäne!
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Highlights in Köln 2008

  • Noch bis Ende Juni 2008 begeistert im Kölner Musical Domedas Queen-Musical „We will rock you“ nicht nur die Fans der legendären Popgruppe. 25 unvergessene Superhits undeine attraktive Show sorgen für Ohren- und Augenschmaus.
  • Das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud zeigt vom 29. Februar bis zum 22. Juni die Ausstellung „Impressionismus – Wie das Licht auf die Leinwand kam“. Rund 130 Exponate führen durch die faszinierende Welt der impressionistischen und postimpressionistischen Malerei und bieten einen Blick hinter die Kulissen des Impressionismus.

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Segway-KölnTour - gleitendes Sightseeing

Ab sofort bietet KölnTourismus in Kooperation mit der GLEITZEIT GmbH eine Stadterkundungstour mit so genannten Segways an. Das selbstbalancierende strombetriebene Fortbewegungsmittel ist mit komplexer Technik ausgestattet. Nahezu lautlos und umweltfreundlich lässt sich das einachsige Fahrzeug allein durch die Verlagerung des Körpergewichts bewegen. Auf diese außergewöhnliche Art und Weise können zwei Personen gemeinsam mit einem Instruktor während einer 1,5-stündigen Tour Köln erkunden. „Wir freuen uns sehr, mit dieser innovativen und einzigartigen Technologie unser Angebot an ausgefallenen Stadtführungen zu erweitern“, so Josef Sommer, Geschäftsführer der KölnTourismus GmbH.
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Köln ohne Worte - Stadtführungen in Gebärdensprache

Haben Sie schon einmal die Legende von Tünnes und Schäl in Gebärdensprache “gehört”? Oder die Geschichte über den Bau des Kölner Doms? Ab sofort ist das möglich, denn ab Oktober bieten ausgebildete gehörlose Stadtführer im Auftrag von KölnTourismus Stadtrundgänge in Gebärdensprache an. Auf diese Art und Weise haben gehörlose Touristen aus dem In- und Ausland die Chance, Köln besser kennenzulernen.
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