Museum


»Nach Berlin! Spreewälder Ammen und Kindermädchen in der Großstadt« - Ausstellung im Wendischen Museum in Cottbus

Am Freitag, den 17. Oktober, wird um 17.00 Uhr im Wendischen Museum in Cottbus die Ausstellung „Nach Berlin! Spreewälder Ammen und Kindermädchen in der Großstadt - Do Barlinja! Serbske seśelnice a źiśarki we wjelikem mÄsÄe’“ eröffnet. Das Projekt ist ein Beitrag zum Themenjahr „Provinz und Metropole | Metropole und Provinz“ von Kulturland Brandenburg.

Der Aufstieg Berlins zum politischen und wirtschaftlichen Zentrum des Deutschen Reiches war eng mit dem Umland der Hauptstadt verbunden. In der sich rasant entwickelnden Metropole Berlin entstand nicht zuletzt ein großes Vermögen, das zunehmend auch für die Finanzierung eines aufwändigen Lebensstils verwandt wurde. Mit dieser Entwicklung stieg der Bedarf an häuslichem Personal, der nicht mehr allein aus der Stadt heraus gedeckt werden konnte. So nahm der Zuzug von Mädchen aus Kleinstädten und vom umliegenden Land, besonders aus Gebieten mit niedriger Lebenshaltung, nach Berlin immens zu. Dienstmädchen vom Lande galten gegenüber denen der Stadt als fleißig, treu, rechtschaffen, ehrlich, genügsam und vor allem gehorsam. So stammte seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ein großer Teil des Berliner Dienstpersonals aus der Lausitz. Die Anstellung in städtischen, bürgerlichen Haushalten besaß hohes Ansehen in der sozial schwächer gestellten Heimat. Frauen in ihren sorbischen (wendischen) Trachten gehörten bis zum Ersten Weltkrieg zum Stadtbild Berlins.
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Weltraumteleskop macht Zwischenladung in München - Hubble Nachfolger im Originalmaßstab zu sehen im Deutschen Museum

Das James Webb Weltraumteleskop (JWST) ist im Innenhof des Deutschen Museums in München zwischengelandet und wird mindestens bis zum 26. Oktober 2008 dort zu sehen sein. Der europäische Raumfahrtkonzern Astrium, sein nordamerikanischer Partner Northrop Grumman und das Deutsche Museum präsentieren ein 1:1-Modell des wissenschaftlichen Riesensatelliten. Anlass für die Zwischenlandung ist ein Workshop in München, bei dem sich Raumfahrtexperten aus aller Welt treffen, um über die Entwicklungsfortschritte beim Bau des JWST zu beraten. Die Münchner EADS-Raumfahrttochter Astrium ist maßgeblich am Bau des tennisplatz-großen (24,38m x 11,58m x 12,19m; Gewicht 3,18t) Forschungssatelliten beteiligt.

Das James Webb Space-Teleskop soll im Jahr 2013 gestartet werden. Das gemeinsame Entwicklungsprojekt der amerikanischen NASA, der kanadischen CSA und der europäischen Weltraumorganisation ESA soll nach den ältesten und damit am weitesten entfernten Galaxien Ausschau halten. Das 1:1-Modell des JWST hat bereits mehrmals den Atlantik überquert. Neben Seattle, Orlando, Washington und Montreal konnte es auch schon in Paris und Dublin besichtigt werden und ist nun zum ersten Mal in Deutschland zu sehen. Der Aufbau des Modells in München hat insgesamt vier Tage gedauert. Anlass ist ein NASA-Kongress, bei dem sich alle am JWST beteiligten Partner treffen. Diese Partner-Workshops finden in regelmäßigen Abständen an wechselnden Orten statt. In diesem Jahr übernimmt Astrium die Rolle des Gastgebers und nutzt zusammen mit dem Deutschen Museum die Gelegenheit, die Mission des JWST einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen. „Das Deutschen Museum ist der ideale Aufstellungsort für das JWST-Modell auf der Erde: Ganz nach Oskar von Millers Gedanken wird hier auch das Aktuellste aus Naturwissenschaft und Technik begreifbar gemacht. Man kann das Riesenteleskop im Deutschen Museum nicht nur bestaunen, sondern der Technik, die dahinter steckt, auch auf den Grund gehen“, sagt Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums.
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Der Barbarenschatz - Der bedeutendste metallische Gesamtfund des römischen Europas, außerhalb von Italien

Vor rund 1.700 Jahren ist er im Rhein versunken und viele Legenden ranken sich um ihn, bis er in den 1980er Jahren beim Kiesabbau entdeckt wurde: „Der Barbarenschatz“. Der Europäische Kulturpark Bliesbruck-Reinheim zeigt bis zum 26. Oktober 2008 die Ausstellung „Der Barbarenschatz“ und gibt einen beeindruckenden Einblick in römische und germanische Kultur und Lebensweise.
Diese große Themenausstellung ist eine gute Gelegenheit, sich mit einer relativ unbekannten Episode unserer Geschichte zu beschäftigen, nämlich der Zeit der „Invasionen durch die Barbaren”, die in der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts n. Chr. einfielen, nicht um Land zu erobern, sondern um die Reichtümer des Landes zu plündern.

Diese hochinteressante Ausstellung zeigt die Schwächen und die Verwundbarkeit des sich damals in seiner Blütezeit befindlichen Römischen Reiches auf! Als Leitfaden der Ausstellung dient ein authentischer, archäologischer Schatz: die größte Sammlung von Metallgegenständen aus der Zeit des römischen Reiches in Europa, die jemals außerhalb Italiens entdeckt wurde. Dieser Schatz besteht aus Tausend verschiedenen Objekten, davon über 500 aus Eisen, 200 aus Bronze und 10 aus Silber – die ganze Sammlung wiegt 728 kg! Die Gegenstände wurden im Jahre 260 unserer Zeitrechnung von den im Südwesten Galliens ansässigen Alemannen geraubt und versanken später im Rhein, wo sie sowohl vor den Germanen als auch vor den Römern sicher waren!
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Bildhauer Alexander Archipenko im Saarlandmuseum Saarbrücken

Werkretrospektive: Ein Ukrainer in Paris
18. Oktober 2008 bis 18. Januar 2009
Saarlandmuseum, Saarbrücken

Mit dem umfangreichen Nachlass des Bildhauers Alexander Archipenko (Kiew 1887-1964 New York) beherbergt das Saarlandmuseum eine europaweit einzigartige Sammlung an Originalgipsen, Bronzen und Zeichnungen von einem der wichtigsten Wegbereiter der Skulptur des 20. Jahrhunderts. Auf der Grundlage dieser Eigenbestände richtet das Saarlandmuseum bis zum 18. Januar 2009 dem Schaffen Archipenkos die umfangreichste Retrospektive der letzten Jahrzehnte aus.
Im Jahre 1909 hatte der junge Ukrainer sich in Paris niedergelassen. Wie andere fortschrittliche Bildhauer seiner Generation interessierte Archipenko sich intensiv für die Skulptur der außereuropäischen Kulturkreise. Im Louvre und in den völkerkundlichen Sammlungen der französischen Hauptstadt standen ihm die Werke der altgriechischen, orientalischen oder fernöstlichen Hochkulturen in reicher Fülle vor Augen.
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Science-Ausstellung Papier im Deutsche Zeitungsmuseum

In einer großen Science-Ausstellung widmet sich das Deutsche Zeitungsmuseum dem Thema Papier bis zum 1. Februar 2009 ausführlich. Dass Papier uns im Alltag fast überall umgibt und begleitet, fällt den wenigsten bewusst auf. In wie vielfältiger Weise wir Papier im Tagesablauf dennoch brauchen und wie oft wir es zur Hand nehmen, zeigt allerdings, wie wichtig dieser Rohstoff für uns Menschen ist. Vor allem für Kinder und Jugendliche ist die interaktive Ausstellung konzipiert – aber auch für alle Erwachsenen, die neugierig sind und Papier einmal aus einem etwas anderen Blickwinkel betrachten wollen.
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Science Center Ferrodrom® 08 in der Möllerhalle der Völklinger Hütte

In der Möllerhalle, dem „Bauch“ des ehemaligen Eisenwerks Völklinger Hütte, wo einst Erz, Kalk und Sinter in Hängebahnwagen abgefüllt wurden, können die Besucher bis 2. November die spannende Welt von Eisen und Stahl hautnah erfahren.

Als erste Anlage aus der Blütezeit der Hochindustrialisierung wurde die 1986 stillgelegte Völklinger Hütte Weltkulturerbe der UNESCO. Heute zählt die ehemalige Roheisenproduktionsstätte mit Ausstellungen wie „Leonardo da Vinci“, „InkaGold“ „Schätze aus 1001 und einer Nacht“ oder „Macht und Pracht“ zu den spannendsten Orten der europäischen Industriekultur. Seit März 2008 erleben die Besucher im Science Center Ferrodrom® die vier für die Eisenherstellung wichtigen Urelemente: Feuer, Wasser, Erde und Luft.

Elementetunnel und interaktive Mitmachstationen
Vier Elementetunnel und über 100 interaktive Mitmachstationen laden dazu ein, die Geschichte des Eisens in all seinen Facetten kennen zu lernen. Dazu zählt u.a. eine riesige Windmaschine, an der man sich mit Wunsch-Wind-Geschwindigkeit kräftig durchpusten lassen kann. Der gleichmäßige und nie versiegende Luftstrom war für die ehemalige Roheisenproduktionsstätte der Völklinger Hütte immer von elementarer Bedeutung, da nur ein steter Luftstrom eine optimale Verbrennung und damit bestes Roheisen garantierte. Zu den Höhepunkten von Science Center Ferrodrom® gehören der alle zehn Minuten zündende Feuertornado, ein magischer Eisblock, die Luftblasen-Maschine und den im Saarland einzigartigen Windtornado, der auf Knopfdruck funktioniert.
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“Weltereignisse. Meisterwerke der Reportagefotografie von Associated Press” - Ausstellung in der Völklinger Hütte

Großformatige Sonderdrucke erinnern an die bedeutendsten Ereignisse der letzten Jahrzehnte

„Weltereignisse. Meisterwerke der Reportagefotografie von Associated Press“ – so lautet die Ausstellung, die bis zum 02. November 2008 im UNESCO Weltkulturerbe Völklinger Hütte zu sehen ist. 72 großformatige Fotografien erinnern an die bedeutenden Weltereignisse der letzen 50 Jahre.

Wo einst Industrie- und Architekturgeschichte geschrieben wurde, Schornsteine qualmten und ohrenbetäubender Lärm den Arbeitsalltag bestimmte, zeigt das Weltkulturerbe Völklinger Hütte täglich ab 10.00 Uhr in der Möllerhalle und in der Sinteranlage 72 bedeutende Zeitdokumente von den besten Fotografen der Nachrichtenagentur Associated Press (AP). Neben Bildern von Marilyn Monroe oder den Beatles bei ihrem letzten Konzert zeigt die Ausstellung auch Fotografien, die nach wie vor betroffen machen: die Explosion der Raumfähre Challenger, Heckenschützen in Sarajewo oder die folgenschwere ICE-Zugkatastrophe bei Eschede in Niedersachsen.
Die Fotos wurden in direkter Zusammenarbeit mit AP nach einer Ranking-Liste der weltweit meist publizierten Bilder ausgewählt. In einem Spezialverfahren wurden diese als UV-Drucke auf große Metallplatten gezogen, so dass ihnen das Wetter in den offenen Hallen nichts anhaben kann.
Zur Ausstellung ist ein Katalogbuch mit Abbildungen aller Fotografien (96 Seiten) zum Preis von 9,95 Euro erschienen.
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Fotosyntesen 2008 – Industrie und Landschaft - Saarbrücken Saarlandmuseum, Studiogalerie

In der vierten Ausstellung der Reihe „Fotosynthesen“ zeigt das Saarlandmuseum Industriemotive in fotografischen Arbeiten des in Saarbrücken geborenen und für die westdeutsche Fotografie so wichtigen Otto Steinert (1915-1978) und des in Düsseldorf arbeitenden Künstlers Bernd Lieven (geb. 1961). Beide Künstler eint die subjektive, emotionale Herangehensweise an das Thema.

In einem Land, das über 150 Jahre von der Industrialisierung geprägt wurde, und in einer Zeit, in der bereits viele Anlagen der Schwerindustrie entweder verschwunden, geschlossen und abgerissen sind oder ihre Ruinen in Denkmäler verwandelt wurden, ist es von großem Interesse, sich mit dem Wandel des Bildes der Industrie in der Kunst auseinanderzusetzen. Deshalb hat sich die Reihe „Fotosynthesen“ zur Aufgabe gemacht, Werke aus der Bewegung der subjektiven Fotografie der 1950er Jahre mit fotografischen Positionen der Gegenwartskunst in Beziehung zu setzen.
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„Graphiken des Toulouse-Lautrec“ im Museum Moderner Kunst Passau

„Die Stars vom Montmartre“ sind zu Gast in Passau: Vom 18. Oktober 2008 bis zum 25. Januar 2009 sind unter diesem Motto rund 100 Graphiken des französischen Künstlers Henri de Toulouse-Lautrec (1864 bis 1901) im Museum Moderner Kunst zu sehen. Toulouse-Lautrec ist berühmt für seine Darstellungen des Pariser Nachtlebens, die Tänzerinnen, Modistinnen und Kokotten. Sein Stil beeinflusste besonders die Plakatkunst nachhaltig; Arbeiten von ihm warben ebenso für das Tanzvergnügen im legendären „Moulin Rouge“ wie für die renommierte Kunstzeitschrift „La revue blanche“. Stark inspiriert sind die Graphiken Toulouse-Lautrecs von japanischen Holzschnitten. In diesem Sinne ist es eine wunderbare Ergänzung, dass die Museum Moderner Kunst parallel zu seinen Arbeiten eine kleine Auswahl von farbigen japanischen Holzschnitten des 19. Jahrhunderts unter dem Titel „Die Stars von Edo“ zeigt.

Informationen: Museum Moderner Kunst - Wörlen, Bräugasse 17, 94032 Passau, Tel. 0851/3838790, Fax 0851/38387979

Zum zweiten Mal präsentiert das Augustinermuseum einen völkerkundlichen Blickfang: Für den Monat Oktober dienen 16 Ahnenfiguren der Südmolukken als besondere Objekte

Die bis 20 Zentimeter hohen Holzfiguren sind im 19. Jahrhundert auf Wetar, Romang, Leti, Moa und Damar entstanden, kleine indonesische Inseln, die im Gegensatz zu Java oder Bali in Europa kaum bekannt sind.

Wie in anderen Regionen Indonesiens spielte hier der Ahnenkult eine besondere Rolle. Die Verehrung der Ahnen galt als wichtig für die Sicherung der Nachkommenschaft, die Fruchtbarkeit des Bodens und damit für das Weiterleben der Gemeinschaft. Die Figuren dienten als Helfer in der Kommunikation mit den Toten und wurden auf einem Brett im Wohnhaus aufbewahrt.

Der Forscher Georg Boehm brachte die Figuren von einer geologischen Forschungsreise um die Welt mit. Da von ihm keine detaillierten Reisetagebücher oder Informationen zum Erwerb seiner Ethnographika-Sammlung überliefert sind, bleibt unklar, ob er die einzelnen Inseln selbst besucht oder die Figuren in Ambon, dem damaligen Verwaltungszentrum der holländischen Kolonialregierung für die Region und Zentrum der protestantischen Missionen, erworben hat.
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